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Deko-Idee: eine Raupe für den Garten töpfern

 

Im Garten sorgen zwar die Blumen und die Pflanzen schon für eine tolle Optik. Aber trotzdem kann ein wenig Deko hier und da nicht schaden. Besonders schöne Akzente lassen sich dabei setzen, wenn die Deko selbstgemacht ist. Schließlich halten so echte Unikate Einzug in den Garten. Eine Deko-Idee stellt die folgende Anleitung vor. Dabei geht es um eine Raupe, die aus mehreren Kugeln besteht und sich fröhlich durch den Garten schlängelt.

 

Die Materialien für die getöpferte Raupe

  • ·         Ton
  • ·         Tonschlicker
  • ·         Gabel zum Aufrauen
  • ·         Engoben oder Acrylfarben und wetterfester Schutzlack
  • ·         Pinsel
  • ·         Schneidewerkzeug
  • ·         Stäbe aus Holz oder Metall

 

Eine Raupe für den Garten töpfern – so wird’s gemacht

Die Gartenraupe besteht aus mehreren Tonkugeln. Wie viele Tonkugeln es werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen, vier bis fünf Kugeln sollten es aber mindestens sein. Dabei können die Kugeln alle gleichgroß gearbeitet werden. Sehr schön sieht es aber auch aus, wenn der Kopf die größte Kugel ist und die übrigen Kugeln des Körpers dann immer kleiner werden.

Damit die Kugeln den Brand unbeschadet überstehen, werden sie in der sogenannten Hohlkugeltechnik aufgebaut. Die fertigen Kugeln werden dann noch bemalt und zum Schluss zur Gartenraupe zusammengesetzt. Hier aber die ausführliche Anleitung Schritt für Schritt:

 

1. Schritt: die Kugeln töpfern

Größere Tonarbeiten müssen innen hohl sein, außerdem brauchen sie irgendwo ein Loch. Andernfalls könnte die Luft beim Brennen nicht entweichen und die Tonarbeiten würden im Brennofen reißen, platzen oder sogar komplett zerbersten. Um dieses Risiko von vorneherein auszuschließen, werden die Kugeln für die Gartenraupe in der Hohlkugeltechnik aufgebaut. Als erstes wird dabei der Kopf der Raupe getöpfert:

·         Dafür wird ein Stück Ton abgeschnitten und gut durchgeknetet. Durch das Kneten wird der Ton geschmeidig und eingeschlossene Luft herausgearbeitet.

·         Der Ton wird nun zu einer Kugel geformt. In diese Kugel wird anschließend mit dem Daumen ein Loch gedrückt. Dieses Loch wird dann mit den Fingern solange aufgeweitet, bis aus der Kugel eine halbkugelförmige Schale mit gleichmäßig dicken Wänden geworden ist. Soll die Raupe einen recht großen Kopf bekommen, kann die Kugel auch mit einer Schlinge ausgehöhlt und danach mit den Händen zur schalenartigen Halbkugel ausgeformt werden.

·         Ist die erste Halbkugel fertig, wird das Ganze wiederholt und eine zweite, gleichgroße Schale getöpfert.

·         Die beiden Halbkugeln werden nun zu einer Kugel zusammengesetzt. Dafür werden die Kanten mit einer Gabel leicht angeraut und großzügig mit Tonschlicker benetzt. Dann werden die beiden Schalen aufeinandergesetzt. Auf die Verbindungsnaht wird nun noch einmal etwas Tonschlicker aufgetragen. Anschließend wird die Stelle sorgfältig glattgestrichen, bis die Verbindungskante nicht mehr zu sehen ist.

·         Damit eine schöne, gleichmäßig runde Kugel entsteht, wird das Werkstück jetzt noch vorsichtig ausgeformt. Dazu wird die Kugel zwischen den Handflächen hin- und hergerollt oder sanft über die Arbeitsfläche gerollt.

·         Da diese Kugel den Kopf der Raupe ergibt, braucht die Raupe natürlich auch ein Gesicht. Das Gesicht kann mit einem Modellierholz oder einem Zahnstocher in die Kugel eingeritzt werden. Eine andere Möglichkeit ist, die Augen, die Nase und den Mund aus Ton zu formen und mit Tonschlicker auf die Kugel zu kleben.

Ist der Kopf fertig, geht es mit den Kugeln für den Körper weiter. Diese Kugeln werden in der gleichen Technik getöpfert wie der Kopf. Sind alle Kugeln fertig, wird mit einem der Holz- oder Metallstäbe ein Loch in ihre Unterseiten eingearbeitet. In diese Löcher werden später die Stäbe gesteckt, die als Halter dienen.

Gleichzeitig kann die Luft beim Brennen durch die Löcher entweichen. Deshalb müssen die Löcher auch dann eingearbeitet werden, wenn die Raupe im Garten direkt auf dem Boden gelegt soll. Die Kugeln müssen nun ein paar Tage lang trocknen. Sind sie lederhart getrocknet, können sie gebrannt werden.

 

2. Schritt: die Kugeln für die Raupe bemalen

Für eine farbenfrohe Raupe werden die gebrannten Tonkugeln nun bemalt. Sehr schöne Ergebnisse lassen sich dabei mit Engoben erzielen. Engoben sind Farben, die aus flüssigem Ton bestehen. Sie sind in vielen verschiedenen Farbtönen erhältlich und können auch untereinander gemischt werden.

Der Farbauftrag erfolgt mit dem Pinsel. Ist die Bemalung leicht angetrocknet, werden die Kugeln mit einem feuchten Schwamm abgerieben, um gleichmäßige Farbflächen zu erzielen und gleichzeitig überschüssige Farbe abzunehmen. Soll die Gartenraupe nicht bunt werden, sondern die typische Tonoptik behalten, kann weiße Engobe auf die Kugeln aufgetragen werden. Ist die Farbe angetrocknet, wird sie mit einem feuchten Schwamm wieder abgerieben, so dass am Ende nur ein Farbschleier übrig bleibt. Dadurch sieht es später dann so aus, als wäre die Raupe mit einer Schicht Puderzucker überzogen.

Der Nachteil an einer Bemalung mit Engoben ist, dass sie eingebrannt werden müssen. Wer sich den zweiten Brand ersparen möchte, kann als Alternative auf Acrylfarben zurückgreifen. Bei einer Bemalung mit Acrylfarben kann auf den Glasurbrand verzichtet werden. Stattdessen reicht es aus, die bemalten Kugeln nach dem Trocknen mit einem wetterfesten Lack zu überziehen.

Kommen Holzstäbe als Halter zum Einsatz, können die Stäbe natürlich auch passend zu den Kugeln bemalt werden. Zudem ist es ratsam, auch die Holzstäbe mit einer Schicht wetterfestem Lack zu überziehen.

 

3. Schritt: die Raupe im Garten arrangieren

Jetzt kann die Raupe den Garten erobern. Dafür werden die einzelnen Kugeln erst auf die Stäbe und die Stäbe dann in den Boden gesteckt. Dabei kann die Raupe gerade angeordnet werden oder sich in verschiedene Richtungen gebogen durch den Garten schlängeln. Die einzelnen Körperteile können ganz dicht nebeneinander oder mit etwas Abstand zueinander angeordnet werden. Genauso ist natürlich möglich, auf die Stäbe zu verzichten und die Raupe direkt auf den Untergrund zu legen.

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