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Die eigenen Töpferarbeiten verkaufen – Infos und Tipps dazu

 

Viele, die das Töpfern als Hobby für sich entdeckt haben, können von ihrem Hobby gar nicht mehr genug bekommen. Schließlich macht es großen Spaß, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen und allerlei Dinge anzufertigen.

Aber irgendwann sind die eigenen Regale und Schränke voll und auch der gesamte Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis ist bestens mit Töpferarbeiten versorgt. Das heißt jedoch nicht, dass die Produktion nun eingestellt oder zumindest eingeschränkt werden muss.

Wenn der Töpfer möchte, kann er seine Töpferarbeiten nämlich zum Verkauf anbieten und sich so mit seinem Hobby sogar noch den einen oder anderen Euro dazuverdienen. Aber wie sollte der Hobby-Töpfer dabei am besten vorgehen und worauf gilt es zu achten?

 

Die folgende Übersicht verrät die wichtigsten Infos und Tipps dazu:

 

Die eigenen Töpferarbeiten verkaufen – über das Internet und Märkte vor Ort

Nicht jeder ist handwerklich begabt und kreativ, hat die notwendige Geduld oder verfügt über die Möglichkeiten, zu töpfern und zu basteln. Dies ist ein Grund dafür, weshalb sich Selbstgemachtes gut verkaufen lässt. Ein anderer Grund ist, dass die Arbeiten eines Hobby-Töpfers immer auch Unikate sind und somit einen wesentlich höheren Stellenwert haben als irgendwelche Deko- und Gebrauchsgegenstände aus der Massenproduktion.

Eine sehr gute Möglichkeit, um die eigenen Töpferarbeiten zum Verkauf anzubieten, ergibt sich durch das Internet. In Online-Auktionshäusern oder Kleinanzeigen können die Kunstwerke ohne großen Aufwand einem riesigen Publikum präsentiert werden. Wichtig dabei ist aber, möglichst schöne und aussagekräftige Fotos von den Arbeiten anzufertigen, damit sich potenzielle Käufer buchstäblich ein Bild machen können.

Online-Kleinanzeigen kann der Hobby-Künstler meist kostenfrei schalten und dabei auch selbst bestimmen, wie teuer seine Arbeiten sein sollen. In Online-Auktionshäusern kann der Hobby-Töpfer den Startpreis ebenfalls selbst festlegen. Wählt er einen sehr niedrigen Startpreis, stehen die Chancen besser, dass sein Artikel viele Gebote erhält. Andererseits kann es auch passieren, dass der Artikel sehr günstig weggeht.

Wählt der Hobby-Töpfer als Startpreis das Geld, das er auf jeden Fall für seine Arbeit haben möchte, geht er kein Kostenrisiko ein. Möglicherweise findet sich dann aber kein Interessent. Generell eignet sich das Internet aber nicht nur als Verkaufsplattform, sondern auch als sehr gute Recherchemöglichkeit. So kann der Hobby-Töpfer in den Angeboten stöbern und ermitteln, welche Konkurrenzangebote es gibt, welche Arbeiten gut ankommen und was weniger gefragt ist.

Eine andere sehr gute Möglichkeit für den Verkauf der eigenen Töpferarbeiten sind die lokalen Märkte. In nahezu jedem größeren Ort finden regelmäßig Flöhmärkte und Kunsthandwerkermärkte statt. Oft kann der Hobby-Töpfer hier auch ohne Anmeldung mitmachen und seinen eigenen, kleinen Stand aufbauen. Insgesamt sollte der Hobby-Töpfer seine Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben. Geschmäcker sind verschieden und nicht jedem werden die Töpferarbeiten so gut gefallen, dass er sie auch kaufen möchte. Außerdem müssen erst einmal die Standgebühren und die Materialkosten erwirtschaftet werden, bevor an einen Gewinn zu denken ist.

 

Die eigenen Töpfersachen verkaufen – im eigenen Shop

Online-Auktionshäuser, Kleinanzeigen und Märkte vor Ort sind ideal, wenn der Hobby-Töpfer eine überschaubare Menge an Töpferarbeiten anbieten möchte und es sich in erster Linie um Einzelstücke handelt. Fertigt der Hobby-Töpfer hingegen größere Stückzahlen an, kann er sich einen eigenen Webshop einrichten.

Dies ist über spezielle Plattformen für Bastel- und Handarbeiten oder komplett in Eigenregie möglich. Die Plattformen bieten den Vorteil, dass sie bereits bekannt und etabliert sind. Der Hobby-Töpfer kann sich also auf das Töpfern und den Verkauf konzentrieren. Betreibt er seine eigene Internetseite, muss er sich auch noch um die Werbung kümmern, damit potenzielle Käufer seine Seite überhaupt finden.

Zudem ist bei einem eigenen Shop ein recht breitgefächertes Sortiment ratsam, denn so stehen die Chancen besser, dass ein Besucher auch tatsächlich etwas nach seinem Geschmack findet. Um saisonale Ware anbieten zu können, ist wiederum ein wenig Planung notwendig. So sollte die Produktion der Weihnachtssachen beispielsweise schon im Sommer beginnen, damit die Ware ab Herbst angeboten und pünktlich zum Advent geliefert werden kann.

Getöpferte Engel, Tannenbaumanhänger oder weihnachtliche Tonschalen für die Plätzchen dürften sich im Januar kaum noch verkaufen lassen. Neben den vorhandenen Arbeiten kann der Hobby-Töpfer natürlich auch anbieten, individuelle Stücke nach Kundenwunsch anzufertigen. Allerdings sollte er sich hierbei nicht übernehmen. Kein Kunde möchte ewig auf seine Auftragsarbeit warten. Andererseits soll das Töpfern ja Spaß machen und ein schönes Hobby bleiben, das nur ein paar Euro nebenher einbringt.

 

Die eigenen Töpfersachen verkaufen – der Schritt in die Selbstständigkeit

Es ist durchaus möglich, dass sich die Töpferarbeiten so gut verkaufen, dass sich der Hobby-Töpfer überlegt, sein Hobby zum Beruf zu machen. Diesen Schritt sollte er sich allerdings sehr gut überlegen. Schließlich ist er dann nicht mehr nur begeisterter Hobby-Töpfer, der hübsche Dinge töpfert und diese gelegentlich verkauft. Stattdessen ist er Produzent, Vertriebsleiter, Marketingchef und Buchhalter in einem.

Wenn er von seinen Töpferarbeiten leben möchte, wird er außerdem um ein paar Investitionen nicht herumkommen. Schließlich braucht er dann nicht mehr nur Ton und Glasuren in größeren Mengen und ein Sortiment an hilfreichen Werkzeugen, sondern wird sich auch über die Brennmöglichkeiten Gedanken machen müssen. Hinzu kommt, dass er sich mit Gesetzen, Vorschriften, Steuern, Abgaben und notwendigen Versicherungen auseinandersetzen muss.

Aber auch wenn der Hobby-Töpfer tatsächlich nur ein paar seiner Arbeiten weiterverkaufen möchte, sollte er sich über die Vorschriften informieren. Übersteigen die Verkaufserlöse einen bestimmten Betrag, muss er seine Einnahmen nämlich versteuern!

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