Anleitung für ein Windspiel aus Ton 

Vor allem im Herbst und im Winter, wenn die Tage immer kürzer werden und die Temperaturen spürbar sinken, haben Bastelarbeiten Hochsaison. Dabei bieten der Herbst und der Winter eine schier unerschöpfliche Vielfalt an möglichen Motiven.

 

Im Herbst beispielsweise stehen Kürbisse oder bunte Blätter im Vordergrund, im Winter hingegen prägen winterliche und weihnachtliche Motive das Bild.

 

Manch einer bastelt aber gerade in den dunklen und kalten Jahreszeiten Sommer- und Frühlingsmotive wie Sonnen oder bunte Blumen, um sich auf diese Weise wenigstens ein bisschen der Frühlings- und Sommergefühle zu erhalten. 

 

In der nachfolgenden Anleitung geht es nun um ein Windspiel aus Ton, das sich hervorragend auch als Bastelprojekt mit Kindern eignet und viel Raum für Kreativität und Phantasie bietet. Verwendet wird außerdem ein selbsthärtender Ton, der an der Luft trocknet und daher nicht gebrannt werden muss.  

 

 

Die Materialliste für das Windspiel

 

 

Als Grundzutaten für das Windspiel werden eine Packung selbsthärtender Ton und verschiedene Bänder aus Stoff oder Naturbast benötigt. Als Werkzeuge kommen ein Messer, ein Nudelholz und eine dicke Nadel oder Schaschlikspieße zum Einsatz.

 

Die weiteren Zutaten hängen davon ab, wie das Windspiel aussehen soll. Die einzelnen Teile des Windspiels können von Hand geformt oder mit Ausstechförmchen für Plätzchen gearbeitet werden. Möglich ist aber auch, andere Formen und Materialen als Schablonen zu verwenden, beispielsweise Blätter.

 

Soll das Windspiel bemalt werden, eignen sich hierfür Acrylfarben am besten, wird das Windspiel im Freien aufgehängt, sollte es mit einer Schicht Klarlack versiegelt werden. Für die Aufhängung gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die einzelnen Teile des Windspiels werden an einem großen Objekt befestigt oder es wird ein kleiner Tontopf verwendet, aus dem die Hängeelemente herausragen.  

 

 

 

Die Anleitung für das Windspiel

 

 

Die Anhänger herstellen

 

 

Im ersten Arbeitsschritt werden die Anhänger für die einzelnen Hängelemente des Windspiels hergestellt. Dazu wird ein Stück von dem Ton abgeschnitten, kurz durchgeknetet und anschließend mit dem Nudelholz etwa einen halben Zentimeter dick ausgerollt.

 

Der Ton, der nicht benötigt wird, sollte übrigens gleich wieder luftdicht verpackt werden, denn ansonsten könnte er antrocknen und wäre dadurch nicht mehr zu gebrauchen. Aus der ausgerollten Tonplatte können nun mit Ausstechförmchen verschiedene Figuren ausgestochen werden. Werden beispielsweise Blätter als Vorlagen benutzt, werden diese auf den Ton gelegt und mit dem Nudelholz angedrückt. Dadurch ergibt sich ein Stempeleffekt und die Blattadern sind später sichtbar.

 

Mit einem Messer werden die Konturen dann nachgefahren und die Blätter so ausgeschnitten. Beim Formen und Gestalten sind der Phantasie aber grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Wer möchte, kann den Ton beispielsweise auch zu Kugeln oder Tropfen in unterschiedlichen Größen formen, Blüten gestalten oder kleine schneckenförmige Spiralen gestalten.

 

Dazu wird der Ton zu langen, dünnen Würstchen gerollt und diese werden dann wie eine Schnecke eng umeinander gewickelt. Sind alle Anhänger fertig, werden sie mit einem kleinen Loch versehen, durch das später die Bänder gefädelt werden. Kugeln sollten dabei komplett mit einem Schaschlikstab durchstochen werden und auf diesem Schaschlikstab auch trocknen.

 

Ansonsten entsteht durch die Auflagefläche nämlich eine gerade Kante. Wie lange der Ton zum Trocknen braucht, hängt von der Größe und der Dicke der Formen ab. Am sichersten ist es aber, den Ton über Nacht an einem warmen Ort trocknen zu lassen. 

 

 

 

Das Aufhängelement gestalten

 

 

Während die Anhänger nun trocknen, kann das Hängelement gearbeitet werden. Dieses kann aus einem kleinen Tontopf bestehen, der so belassen, bemalt oder mit der Serviettentechnik gestaltet werden kann. Genauso kann aber das große Element auch aus Ton ausgeschnitten werden.

 

In diesem Fall müssen aber auch hier Löcher über der unteren Kante ausgestochen werden, und zwar für jede Kette ein Loch. Außerdem wird ein Loch zum Aufhängen des Windspiel an der oberen Kante benötigt.

 

Das Windspiel zusammenbauen

 

 

Sind alle Teile getrocknet, können sie nun noch bemalt werden. Dann werden die einzelnen Anhänger zu unterschiedlichen langen Ketten verarbeitet. Dazu wird ein Stück Band abgeschnitten, ein Anhänger wird aufgefädelt, mit einem Knoten fixiert und anschließend kommt der nächste Anhänger an die Reihe.

 

Dies wird wiederholt, bis alle Anhänger verarbeitet sind, wobei es schöner aussieht, wenn die Ketten alle unterschiedliche Längen haben. Zum Schluss müssen die Ketten nur noch an dem Hängelement befestigt werden. Bei einem großen Tonobjekt werden die einzelnen Ketten dazu einfach durch die vorbereiteten Löcher gefädelt und fest verknotet.

 

Wird ein Tontopf verwendet, werden die Ketten am oberen Ende miteinander verknotet und mit einem zusätzlichen Band versehen. Dieses Band wird dann durch das Loch im Boden des Topfes geführt und dient als Aufhängung.

 

 

Weiterführende Töpferanleitungen und Töpfertechniken:

Thema: Anleitung für ein Windspiel aus Ton 

  1. Super Seite!
    Danke für die vielen Tipps, ein paar Fotos würden die Anleitungen vereinfachen, darum ist es sehr schade dass ihr keine Bilder zeigt.
    Würde mich sehr über ein paar Fotos freuen

    Comment by irmgard sobetzky — 31. Januar 2014 @ 23:06
  2. jetzt noch eine wichtige Frage:
    Stimmt es, dass Tonstaub gesundheitsschädlich ist?
    Was ist am wichtigsten zu beachten?

    Comment by irmgard sobetzky — 31. Januar 2014 @ 23:09

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