Anleitung zum Töpfern von Adventsschmuck

und Weihnachtsschmuck

Auch im Hinblick auf den Advents- und Weihnachtsschmuck gibt es regelmäßig neue Trends und Moden.

 

So ist in einem Jahr eine Farbe besonders angesagt, im nächsten Jahr eine andere Farbe und während in einem Jahr moderne, eher kühle und elegant-puristische Dekorationen das Bild prägen, wird in einem anderen Jahr warm, verspielt und romantisch dekoriert. Ein Klassiker, der jedoch alle Moden und Trends überdauert hat, ist Advents- und Weihnachtsschmuck aus Ton. 

Ein Grund hierfür mag sein, dass es diesen in unzähligen Varianten gibt, von ganz einfach, natürlich und schlicht bis hin zu überaus aufwändig und kunstvoll bemalt. Ein anderer Grund kann sein, dass sich Advents- und Weihnachtsschmuck recht einfach und kostengünstig selbst anfertigen lässt, sowohl alleine als auch im Rahmen einer Bastelstunde mit der ganzen Familie.  

 

 

Die benötigten Materialien:

 

·         Dreh- oder Aufbauton
·         Nudelholz
·         Ausstechformen für Weihnachtsplätzchen
·         Messer
·         Schaschlikstab, Zahnstocher oder Rouladennadel
·         Holzbrettchen
·         Glasur und Pinsel, Bastelfarben oder Sprühlack nach Wunsch  

 

 

 

Die Anleitung zum Töpfern von Advents- und Weihnachtsschmuck

 

Im Grunde genommen wird der Advents- und Weihnachtsschmuck ähnlich hergestellt wie Weihnachtsplätzchen, nur dass anstelle von essbarem Teig eben Ton verwendet wird. Als Material für die weihnachtlichen Schmuckstücke ist Drehton sehr gut geeignet, denn er ermöglicht auch recht feine Arbeiten. Aufbauton kann aber genauso verwendet werden.

 

Sollen die Tonarbeiten nicht oder lediglich transparent glasiert werden, bietet sich roter Ton an. Dieser Ton ist nach dem Brennen in einem natürlichen Terrakotta eingefärbt und bildet so einen hübschen Kontrast zum Tannengrün. Sollen die Tonarbeiten hingegen bemalt werden, ist weißer Ton etwas vorteilhafter, weil hier die Farben besser zur Geltung kommen.

 

 

 

Gearbeitet wird nun wie folgt:

 

 

·        
Zuerst wird die benötigte Tonportion sorgfältig durchgeknetet. Dadurch entweichen eventuelle Lufteinschlüsse und der Ton wird weich und geschmeidig.

 

·        
Mit dem Nudelholz wird der Ton nun zu einer etwa fünf Millimeter dicken Tonplatte ausgerollt. Viel dicker sollte die Tonplatte nicht sein, weil der Weihnachtsschmuck sonst zu schwer und klobig wirkt. Wird der Ton hingegen zu dünn ausgerollt, wird er zu zerbrechlich und zudem könnten sich die Ränder beim Trocknen unschön wellen.

 

·        
Aus der Tonplatte werden nun mit Ausstechformen verschiedene weihnachtliche Motive ausgestochen. Wer keine Ausstechförmchen hat oder verwenden möchte, kann die Figuren aber natürlich auch mit einem Messer ausschneiden. Ist die erste Partie ausgestochen, kann der Ton erneut durchgeknetet und wieder ausgerollt werden, um dann weitere Formen auszustechen.

 

·        
Nun werden die Ränder der ausgestochnen Formen noch geglättet. Dazu werden die Finger leicht in Wasser angefeuchtet und die Kanten vorsichtig glatt gestrichen. Zudem wird mit einem Schaschlikstab, einem Zahnstocher oder einer Rouladennadel noch ein kleines Loch in jede Form gestochen, damit der Schmuck später auch aufgehängt werden kann.

 

·        
Die fertigen Schmuckstücke werden nun zum Trocknen auf den Holzbrettchen ausgelegt. Um zu verhindern, dass die Tonarbeiten zu schnell austrocknen und sich die Ränder in der Folge unschön wellen, sollte für die ersten 24 Stunden locker etwas Folie oder ein leicht feuchtes Tuch über die Brettchen gelegt werden.

 

·        
Nach wenigen Tagen ist der Weihnachtsschmuck so weit angetrocknet, dass er gebrannt werden kann. Nach dem ersten Brand kann eine Glasur aufgetragen werden und danach folgt dann der zweite Brand. Grundsätzlich wäre es zwar auch möglich, eine Glasur zu verwenden, die sich für das sogenannte Einbrandverfahren eignet.

 

Hierbei werden die getrockneten Tonarbeiten glasiert und es folgt nur ein Brand bei hoher Temperatur. Allerdings ist es nicht ganz so einfach, den doch recht kleinen und zerbrechlichen Weihnachtsschmuck in ungebranntem Zustand zu bemalen, ohne ihn zu beschädigen.

 

Eine Glasur ist zudem nicht unbedingt erforderlich, denn auch unglasierter Weihnachtsschmuck sieht sehr dekorativ aus. Als Alternative zu einer Glasur kann der Weihnachtsschmuck außerdem mit Bastelfarbe oder einem Sprühlack verziert werden, die beide nicht gebrannt werden müssen.

 

·        
Ist der Weihnachtsschmuck fertig, werden kleine Bänder durch die Löcher gefädelt. Danach kann der Advents- und Weihnachtsschmuck an den Christbaum gehängt, als Dekoration in den Adventskranz integriert, als Geschenkanhänger verwendet oder als Tischschmuck auf der weihnachtlichen Tafel verteilt werden.  

 

 

 

Eine andere Idee: schwarz brennender Ton für eine moderne Weihnachtsdekoration

 

Für diejenigen, denen roter Ton etwas zu traditionell oder rustikal wirkt und denen bunt bemalter Weihnachtsschmuck zu kitschig ist, kann schwarz brennender Ton eine ideale Alternative sein. Schwarz brennender Aufbauton kann ebenfalls zu Platten ausgerollt werden, aus denen anschließend der Weihnachtsschmuck ausgestochen wird.

 

Möglich ist aber auch, moderne Engel oder Krippenfiguren herzustellen. Hierfür werden dünne Tonwülste gerollt, die dann jeweils leicht nach innen versetzt zum Körper aufeinandergesetzt werden. Als Kopf wird eine Kugel auf den Körper gesetzt, die aus zwei dünnwandigen Schalen besteht. Die Flügel werden aus einer etwa 1cm dicken Tonplatte ausgeschnitten und mit Tonschlicker an der Rückseite befestigt. Wer möchte, kann die Körper außerdem mit angefeuchteten Fingern glattstreichen, so dass die Rillen, die sich durch die Tonwülste ergeben, nicht mehr zu erkennen sind.

 

Alternativ kann der Körper aber natürlich auch aus einer Tonplatte geformt werden. Nun müssen die modernen Weihnachtsfiguren gut trocknen und können anschließend gebrannt werden. Nach dem ersten Brand können die Figuren im Ganzen oder nur an einigen Stellen glasiert werden, möglich ist aber auch, vollständig auf die Glasur zu verzichten.

 

Wird anstelle der Glasur ein Steinpflegemittel aufgetragen, glänzen die Figuren leicht. Die nahezu schwarze Farbe erhalten die modernen Weihnachtsfiguren dann durch den zweiten Brand. 

 

 

Weiterführende Töpferanleitungen und Töpferhandwerk:

Thema: Anleitung zum Töpfern von Adventsschmuck und Weihnachtsschmuck

Hinterlasse einen Kommentar

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URL