Infos zum Arbeiten mit Salzteig als Alternative zu Ton 

Ton ist eine Masse, an der kleine wie große Künstler ihren Spaß haben. So lässt sich Ton formen, kneten, rollen, zusammendrücken, auseinanderziehen und mit verschiedensten Hilfsmitteln wie Messern, Gabeln oder Bürsten bearbeiten, durch die dann interessante Muster auf der Oberfläche entstehen.

 

Mit ein wenig Phantasie und Kreativität können innerhalb kurzer Zeit kleine und große Kunstwerke entstehen, angefangen bei Vasen und Schalen über Teller und Tassen bis hin zu Windlichtern, Skulpturen, Schmuck oder einfach nur kleinen Dekorationsgegenständen. 

Entspricht das Werkstück dann aber doch nicht so ganz den eigenen Vorstellungen, kann es einfach wieder zusammengedrückt und neu geformt werden. Der kleine Nachteil beim Töpfern ist jedoch, dass Ton gebrannt werden muss, meist sogar zweimal. Für den Hobbytöpfer bedeutet das, dass er seine zerbrechlichen Kunstwerke in eine Töpferwerkstatt, eine Volkshochschule oder an eine andere Stelle bringen, dort brennen lassen und anschließend wieder nach Hause transportieren muss.

 

Je nach Ton, Werkstück und Verwendungszweck wiederholt sich dieser Prozess nach dem Glasieren noch einmal von vorne. Eine Alternative zu Ton kann daher Salzteig sein. Gerade wenn mit Kindern gebastelt oder bestimmte Werkstücke als eine Art Entwurf ausprobiert werden sollen, bietet sich Salzteig hervorragend an. Salzteig lässt sich nämlich prinzipiell genauso ver- und bearbeiten wie Ton, kann schnell, einfach und kostengünstig selbst hergestellt und entweder an der Luft getrocknet oder im heimischen Backofen gebrannt werden.

 

Wer es einmal ausprobieren möchte, findet in der folgenden Übersicht
die wichtigsten Infos zum Arbeiten mit Salzteig als Alternative zu Ton:
  

 

 

Welche Materialien werden für das Arbeiten mit Salzteig benötigt?

 

Rezept Salzteig 

 

Um Salzteig herzustellen, gibt es ein Grundrezept, das

 

·         1 Tasse Salz,
·         2 Tassen Mehl und
·         etwa 1 Tasse Wasservorsieht.

 

Dabei werden zuerst das Salz und das Mehl in eine Schüssel gegeben und miteinander vermischt. Anschließend wird soviel Wasser eingearbeitet, bis eine glatte, geschmeidige und formbare Knetmasse entsteht. Ist die Masse zu weich, wird noch etwas Mehl hinzugefügt, ist die Masse zu trocken, wird etwas Wasser eingearbeitet. Wenn recht filigrane Werkstücke gebastelt werden sollen, kann der Salzteig auch mit etwa zwei Esslöffeln Tapetenkleister angereichert werden.

 

Geschmeidiger wird der Salzteig hingegen, wenn wenige Tropfen Speiseöl untergemischt werden. Welche weiteren Materialien und Utensilien zum Einsatz kommen, hängt natürlich davon ab, was hergestellt werden soll. Um den Salzteig zu formen und zu gestalten, können wie auch beim Töpfern neben den Händen beispielsweise ein Nudelholz, Ausstechformen, Messer, Bürsten, Gabeln, Zahnstocher und andere Dinge verwendet werden.

 

Die fertigen Werkstücke können mit Wasser- oder Acrylfarben bemalt, mit Steinen, Federn, Blüten oder Perlen beklebt oder mit der Serviettentechnik gestaltet werden. Wer die Werkstücke im Nachhinein nicht bemalen, sondern direkt ein- oder mehrfarbige Arbeiten anfertigen möchte, kann den Salzteig schon vor der Verarbeitung mit Lebensmittelfarben einfärben.   

 

 

 

 

Wie wird Salzteig verarbeitet?

 

Salzteig wird im Grunde genommen genauso verarbeitet wie Ton. Das bedeutet, die benötigte Menge wird gut durchgeknetet und anschließend in die gewünschte Form gebracht. Ob dabei beispielsweise Schalen, Teller, Bilderrahmen, Schmuck, Skulpturen oder Wanddekorationen entstehen, bleibt dem eigenen Geschmack und der eigenen Kreativität überlassen.

 

Auch im Hinblick auf die Oberflächengestaltung gibt es keine wesentlichen Unterschiede zur Verarbeitung von Ton. Auch Objekte aus Salzteig können durch Gabeln, Steine, Bürsten, Kämme, die Finger oder allerlei andere Hilfsmittel interessante Muster erhalten.

 

Eine sehr persönliche, aber dabei sehr einfache Idee für Geschenke oder Erinnerungsstücke, die auch absolute Anfänger problemlos umsetzen können, ist übrigens ein Hand- oder Fußabdruck. Dafür wird der Salzteig zu einer dünnen Platte ausgerollt, in die dann die Hand oder der Fuß gedrückt werden. Wer möchte, kann anschließend beispielsweise eine Stricknadel zum Stift umfunktionieren und den Namen, das Datum oder einen persönlichen Gruß unter den Abdruck schreiben.   

 

 

 

Wie werden die fertigen Werkstücke weiterarbeitet?

 

Die fertigen Werkstücke können einfach an der Luft getrocknet werden. Allerdings kann es je nach Größe der Werkstücke mehrere Tage lang dauern, bis sie wirklich trocken sind. Schneller geht es, wenn die Werkstücke im Backenofen gebrannt werden. Dazu werden die Werkstücke einfach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gegeben und bei etwa 150 Grad getrocknet.

 

Dabei können die Werkstücke schon in den kalten Backofen gegeben werden, denn durch das langsame Aufheizen bis auf 150 Grad ist die Gefahr, dass sich Risse oder Sprünge bilden, weitestgehend minimiert. Wie lange die Werkstücke gebrannt werden müssen, hängt von ihrer Größe ab. Kleine Arbeiten sind schon nach wenigen Minuten ausgehärtet, bei großen Objekten kann es auch mehrere Stunden lang dauern.  

 

Wenn die gebrannten Arbeiten ausgekühlt sind, können sie ganz nach Lust und Laune weiterbearbeitet werden. So ist es möglich, sie mit Wasser- oder Acrylfarben zu bemalen, sie mit Steinen, Federn oder Perlen zu gestalten oder sie mithilfe der Serviettentechnik zu verzieren. Für einen schönen Glanz sorgt eine Schicht Klarlack, die gleichzeitig auch vor Verschmutzungen schützt.

 

 

 

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Thema: Infos zum Arbeiten mit Salzteig als Alternative zu Ton

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