Anleitungen zum Glasieren mit

ungewöhnlichen Materialien 

Wenn ein Werk fertig getöpfert ist, stellt sich oft die Frage, ob und wie es weiter gestaltet werden soll. Je nach Bestimmungszweck muss es glasiert werden, um dem täglichen Gebrauch oder der Feuchtigkeit, mit der es in Berührung kommt, überhaupt standhalten zu können.  

Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang eine Vielzahl von unterschiedlichen Möglichkeiten. So kann das Werk mit Engoben bemalt und nach dem Schrühbrand transparent glasiert werden oder es wird ohne Bemalung glasiert. 

Aber auch hier gibt es mehrere Auswahlmöglichkeiten in Form von flüssigen Glasuren oder Glasuren in Pulverform, transparenten, halbtransparenten und deckenden Glasuren oder Effektglasuren.  

Zudem können die Glasuren entweder durch Gießen, Eintauchen, Aufspritzen oder mithilfe des Pinsels aufgetragen werden. Wem diese Auswahl noch nicht ausreicht oder wer mit wenigen Mitteln ganz besondere Effekte erzielen möchte, kann mit Rasierschaum und Spülmittel auch auf eher ungewöhnliche Materialien zurückgreifen.  

 

Hier die Anleitungen dazu: 

 

        Glasieren mit Rasierschaum 

Für das Glasieren mit Rasierschaum wird der Rasierschaum je nach Größe des Werkstücks, das glasiert werden soll, zunächst auf Folie oder einen flachen Teller aufgetragen und mit einem Teigschaber oder einer Spachtel gleichmäßig verteilt.  

In den nun ebenen Rasierschaum wird dann die flüssige Glasur tropfenweise in einer oder in mehrerer Farben eingebracht. Mithilfe eines Werkzeuges wird die Glasur daraufhin verteilt. Für die Gestaltung des Musters kommen beispielsweise ein Pinsel, ein Zahnstocher, eine Gabel oder auch ein Holzstab in Frage.  

Je ungleichmäßiger die Linien sind, desto mehr erinnert das Muster an Marmor. Entspricht das Muster den Vorstellungen, wird die Schrühware auf die Fläche aus Rasierschaum gedrückt. Anschließend wird das Werkstück wieder abgehoben, überschüssiger Rasierschaum entfernt und das Werkstück mit Wasser abgewaschen.  

Durch das Wasser löst sich der Rasierschaum, der Farbauftrag jedoch nicht. Danach kann das Werkstück gebrannt werden.

 

 

        Glasur mit Spülmittel 

Für eine Glasur mit Spülmittel wird etwas flüssige Glasur in ein flaches Gefäß gegossen und mit soviel Wasser verdünnt, bis die Konsistenz etwa Milch entspricht. Anschließend wird ein Tropfen Spülmittel hinzugefügt und sorgfältig untergemischt.  

Nun wird ein Strohhalm in die Mischung getaucht und Luft hineingeblasen, so dass sich an der Oberfläche viele kleine Seifenblasen bilden. Dann wird das Werkstück vorsichtig an die Seifenblasen geführt.  

Durch die Berührung mit dem Werkstück zerplatzen diese und lassen ein filigranes, netzartiges Muster entstehen. 

 

Weiterführende Töpferanleitungen, Vorlagen und Tipps:

Thema: Anleitungen zum Glasieren mit ungewöhnlichen Materialien 

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