Übersicht zu den verschiedenen Tonarten  

Beim Töpfern handelt es sich um ein sehr kreatives Handwerk, durch das es möglich wird, nicht nur Kunstobjekte und Dekoratives, sondern durchaus auch Praktisches und Nützliches herzustellen. 

Welche Tonart zum Einsatz kommt, hängt davon ab, welche Art von Gegenstand getöpfert wird und welche Technik bei der Arbeit Anwendung findet. Dabei lassen sich die Tonarten zunächst grob in Steingut-Ton, in Steinzeug-Ton sowie in Gießmassen unterteilen.

 

Hier eine Übersicht:

 

        Fetter Steingut-Ton

Fetter Steingut-Ton ohne Schamotte wird am häufigsten für die Drehkeramik verwendet. Diese Tonart ist in unterschiedlichen Farben wie beispielsweise Schwarz, Rot und Weiß erhältlich und wird bei Temperaturen zwischen 1000 und 1150 Grad gebrannt. 

Durch den fehlenden Schamotteanteil ist der Ton fein und strapaziert daher die Haut nicht so sehr wie Ton mit Schamotte. Steingut-Ton mit einem Schamotteanteil zwischen 25 und 40 Prozent kommt somit bevorzugt bei der Aufbaukeramik zum Einsatz. 

Auch diesen Ton gibt es in weißer, roter oder schwarzer Farbe mit einer Körnung von bis zu einem Millimeter. Die Brenntemperaturen von Steingut-Ton mit 25 Prozent Schamotte bewegen sich zwischen 1000 und 1150 Grad. 

Ist der Schamotteanteil höher, sind auch die Brenntemperaturen etwas höher, wobei heller Ton häufig bei höheren Temperaturen gebrannt wird als dunkler Ton. Insgesamt handelt es sich bei Steingut um eine Tonmasse, die auch nach dem Brennen noch porös ist und erst durch die Glasur dicht wird.

 

 

        Steinzeug-Ton

Steinzeug-Ton wird ebenfalls als fetter Ton ohne Schamotte für Drehkeramiken oder mit einem etwa 20pronzentigem Schamotteanteil für Aufbaukeramiken angeboten. Der günstigste Brennbereich bewegt sich bei Temperaturen zwischen 1100 und 1300 Grad. 

Zu den charakteristischen Merkmalen von Steinzeug gehört, dass die Keramik klingt und bereits nach dem Brennen und ohne Glasur dicht ist.

 

 

        Sondermassen

Sondermassen eignen sich meist sowohl für die Dreh- als auch für die Aufbaukeramik. Hierzu gehören beispielsweise weiße Tonsorten mit einem Schamotteanteil von 40 Prozent und einer Körnung von bis zu zwei Millimetern oder auch cremefarbene oder gelbliche Tonsorten mit Spots.

Die Brenntemperaturen dieser Tonsorten liegen zwischen 1000 und 1300 Grad.

 

 

        Gießmassen

Gießmassen werden nicht in Beuteln und Blöcken, sondern in Eimern und meist in weißer und in roter Farbe angeboten. 

Gebrannt werden Gießmassen bei Temperaturen zwischen 1000 und 1100 Grad. Durch das Anrühren des Tons zu einer gießfähigen Masse quellen die Bestandteile auf, wodurch der Ton fester wird. Wichtig ist daher, dass Gießmassen vor ihrer Verwendung immer sorgfältig, jedoch ohne Zugabe von Wasser aufgerührt werden.

 

Mehr Anleitungen und Tipps zum Töpfern:

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  1. Möchte für das Aquarium Brutröhren herstellen (privat) wie muß ich da vorgehen. Mfg Barny

    Comment by Barny — 24. Juni 2015 @ 17:32

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