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Töpfern mit Kindern – 3 Ideen 

Kinder haben am Töpfern mindestens genauso viel Spaß wie Erwachsene. Denn Ton ist ein weiches, geschmeidiges Material, das sich mit den Händen sehr gut formen lässt. Aus dem Naturmaterial lassen sich die unterschiedlichsten Dinge gestalten. Und wenn eine Figur nicht so richtig klappen will, wird der Tonklumpen einfach wieder zusammengedrückt und ein neuer Versuch gestartet.

Dabei brauchen Kinder oft keine konkreten Anleitungen. Zwei, drei Anregungen reichen meist völlig aus, um ihre Kreativität zu wecken. Natürlich sollten die Eltern helfend eingreifen, wenn die Kids nicht weiterwissen oder alleine nicht weiterkommen. Ansonsten sollten die Eltern die Kinder aber ruhig werkeln lassen.

Denn die Kleinen haben mehr Spaß daran, wenn sie sich selbst entfalten können, als wenn sie präzise eine Anleitung nacharbeiten sollen. Nur: Was können die Eltern als Töpferprojekte vorschlagen? Was können auch kleine Kinder schon alleine töpfern?

Hier sind drei Ideen fürs Töpfern mit Kindern!    

 

Die Materialien fürs Töpfern mit Kindern

Die wichtigste Zutat ist natürlich Ton. Dabei kann herkömmlicher Ton verwendet werden. Er ist weich und lässt sich gut formen. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass der Ton in einem speziellen Ofen gebrannt werden muss. Und weil die wenigsten einen solchen Brennofen zu Hause haben, müssen die Tonarbeiten zum Brennen weggebracht werden.

Eine schöne Alternative ist deshalb Ton, der an der Luft aushärtet. Lufttrocknender Ton lässt sich genauso verarbeiten wie herkömmlicher Ton, bietet aber den Vorteil, dass er nicht gebrannt werden muss. Stattdessen härtet er von alleine aus.

Neben dem Ton werden ein paar Hilfsmittel benötigt. Hierzu gehören Messer, um den Ton zuzuschneiden, und ein Nudelholz, um den Ton auszurollen. Ausstechformen für Plätzchen, Strohhalme, Gabeln, Löffel, Hüllen von Stiften, Knöpfe und ähnliche Gegenstände aus dem Haushalt kommen zum Einsatz, um Muster in den Ton zu arbeiten. Damit die einzelnen Tonteile zusammengeklebt und rissige Stellen ausgebessert werden können, sollte außerdem ein Schälchen mit Wasser bereitstehen.

 

3 Ideen fürs Töpfern mit Kindern

Unabhängig davon, was getöpfert werden soll, ist die Vorbereitung immer gleich: Zunächst wird ein Stück Ton vom Block abgeschnitten und kräftig durchgeknetet. Durch das Kneten wird der Ton weich und geschmeidig. Dadurch lässt er sich viel besser formen. Außerdem entweichen mögliche Lufteinschlüsse.

Danach kann das Töpfern beginnen.

 

1. Idee: hübsche Anhänger

Hübsche kleine Anhänger sind vielseitig einsetzbar. So können sie beispielsweise an Pflanzen gehängt oder an Blumentöpfen befestigt werden, als Tür- oder Fensterschmuck dienen, als Namensschilder an der Garderobe zum Einsatz kommen oder zu Mobiles weiterverarbeitet werden.

Daneben können mit den Anhängern Halsketten und Broschen gebastelt werden und auch als Glücksbringer im Geldbeutel oder in der Hosentasche sind die Anhänger gut geeignet. Dabei ist das Töpfern der Anhänger sehr einfach und auch für Kleinkinder mühelos zu schaffen:

·         Zunächst wird der Ton mit dem Nudelholz zu einer etwa drei Millimeter starken Platte ausgerollt. Aus dieser Platte werden einfache geometrische Grundformen wie Kreise, Vierecke und Dreiecke ausgeschnitten. Diese Grundformen bilden die Basis für die Anhänger.

·         Nun wird eine zweite, wieder etwa drei Millimeter dicke Tonplatte ausgerollt. Aus dieser Tonplatte wird die Deko für die Anhänger gefertigt. Dazu können Sterne, Herzen und andere Motive mit Ausstechförmchen für Plätzchen ausgestochen werden. Eine andere Möglichkeit ist, einen Tonstreifen abzuschneiden, mit den Händen zu einer dünnen Wurst zu rollen und zu einer Schnecke zu legen. Einfache Tonplätzchen wiederum können mit Fingerabdrücken oder unterschiedlichsten Stempelabdrücken verziert werden.

·         Für einen Anhänger wird dann eine Grundform genommen und auf der Oberseite mit etwas Wasser befeuchtet. Darauf wird eine Dekoform gelegt und vorsichtig festgedrückt. Das Wasser funktioniert wie eine Art Klebstoff und sorgt dafür, dass die beiden Lagen aneinanderhaften.

·         Wer möchte, kann den Anhänger nun noch weiter ausgestalten, indem er mit den Fingern oder mit verschiedenen Gegenständen Muster in den Ton drückt oder ritzt.

·         Zum Schluss wird in jeden Anhänger noch ein kleines Loch gestochen, durch das später die Schnur zum Aufhängen gefädelt wird.

 

2. Idee: kleine Eule

Die kleine Eule eignet sich prima als Glücksbringer. Dabei ist sie sehr leicht zu formen, so dass auch kleine Kinder schon mitmachen können. Getöpfert wird die Eule so:

·         Zunächst wird der Ton mit dem Nudelholz zu einer etwa drei Millimeter dünnen Platte ausgerollt.

·         Aus der Tonplatte wird ein Kreis ausgeschnitten. Ist ein Servierring oder eine Ausstechform für runde Kekse vorhanden, kann der Tonkreis damit ausgestochen werden. Ansonsten kann beispielsweise ein Trinkglas als Schablone auf den Ton gestellt und mit einem Messer umrundet werden.

·         Der Tonkreis wird nun in der unteren Hälfte mit Federn verziert. Das Hilfsmittel hierfür lässt sich aus einem dicken Strohhalm anfertigen. Dazu wird ein Stück Strohhalm abgeschnitten und der Länge nach halbiert. Dadurch entsteht ein Werkzeug in Form eines Halbkreises. Wenn nun viele Halbkreise nebeneinander und übereinander in den Ton gedrückt werden, sieht das Muster aus wie ein Federkleid. Größere Kinder können die Federn auch mit der Vorderkante von einem Teelöffel gestalten.

·         Dann werden die rechte und die linke Seite des Kreises so nach innen gefaltet, dass sie in der Mitte fast aufeinandertreffen.

·         Für den Kopf wird jetzt das obere Drittel des Kreises nach unten geklappt und vorsichtig festgedrückt. Mit angefeuchteten Fingern können dann noch die Ohren etwas ausgeformt werden.

·         Mit einem Strohhalm, einem Stift oder einem ähnlichen Gegenstand werden die Augen der Eule in den Ton gedrückt. Zum Schluss wird noch mit dem Messer der Schnabel der Eule eingeritzt.

Damit ist die Eule fertig.

Zum besseren Verständnis hier die Anleitung noch einmal als Grafik: [Eule]

Eule töpfern

 

3. Idee: Zauberbäumchen

Ein Bäumchen ist eine nette Deko auf dem Schreibtisch oder der Fensterbank und eine schöne Erinnerung an den Töpfernachmittag. Werden mehrere Bäumchen nebeneinandergestellt und mit Moos, Waldtieren, Pilzen, Märchenfiguren oder Watte als Schnee dekoriert, entsteht ein toller Zauber- oder Phantasiewald.

·         Für ein Bäumchen wird ein kegelförmiger Gegenstand als Stütze benötigt. Ideal ist ein Kegel aus Styropor. Alternativ kann der Kegel auch aus Pappe geformt werden. In diesem Fall sollte der Pappkegel aber mit Zeitung oder Alufolie ausgestopft werden, damit er seine Form behält, wenn er mit dem feuchten Ton in Kontakt kommt. Um zu vermeiden, dass der Ton an der Stütze festklebt, wird die Stütze mit Frischhaltefolie umwickelt.

·         Nun wird ein Stück Ton genommen und mit den Händen auf der Arbeitsfläche hin- und hergerollt, bis eine lange, dünne Wurst entstanden ist. 

·         Die Tonwurst wird nun unten angelegt und von unten nach oben um den Kegel herumgewickelt.

·         Sollte die Tonwurst nicht reichen, um den ganzen Kegel damit einzuwickeln, wird eine zweite Tonwurst geformt und mit Wasser an die erste Tonwurst geklebt. Dann kann weitergewickelt werden, bis das obere Ende erreicht ist.

·         Zum Schluss kann das Zauberbäumchen noch mit kleinen Tonkugeln dekoriert werden. 

Das Tonbäumchen bleibt auf der Stütze, bis der Ton lederhart getrocknet ist. 

Die getöpferten Gegenstände müssen nun trocknen. Erst wenn der Ton lederhart getrocknet ist, kann er gebrannt werden. Je nach Größe und Dicke der Tonarbeiten dauert das ungefähr eine Woche lang. Wurde mit Ton gearbeitet, der an der Luft aushärtet, muss ebenfalls abgewartet werden, bis der Ton getrocknet ist.

Danach können die Tonarbeiten bunt bemalt werden. Wer mag, kann die fertigen Stücke dann noch mit einer Schicht Klarlack versiegeln. Viel Spaß!

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