Töpfern mit Scheibe


Bei professionellen Töpfern sieht es ganz einfach aus: Sie legen einen Tonklumpen in die Mitte der Scheibe, bringen die Scheibe zum kreisen und bilden mit ihrer Hand eine Kuhle in der feuchten Masse. Nach wenigen Augenblicken entsteht vor den Augen des Zuschauers aus dem Klumpen ein Gefäß mit gleichmäßig dünnen Wänden und eleganten Proportionen.

 

Um so selbstverständlich mit der Töpferscheibe umzugehen, bedarf es aber viel Übung. Beim Drehpressen, das ist der offizielle Begriff für diese Technik, wird besonders fetter Ton verwendet. Dabei handelt es sich um Ton, der entweder ganz ohne oder nur mit weniger als zehn Prozent Schamotte auskommt. Dieser Ton hat eine glatte, speckige Oberfläche und ist besonders leicht formbar. Bevor man mit dem Formen der Masse beginnen kann, muss man sicherstellen, dass der Klumpen exakt in der Mitte der Töpferscheibe liegt.

 

Ansonsten ist das Aufziehen des Gefäßes unmöglich, weil sich Ausbuchtungen in eine Richtung ergeben, die die gesamte Konstruktion zum Einsturz bringen können. Die Hände sollten stets gut angefeuchtet bzw. nass sein, damit das Aufziehen des Tons gelingen kann. Im Idealfall gleitet der Ton dann auf den Druck der Hände hin gleichmäßig in die Höhe und wird zu einem Gefäß.

 

 

Töpfer Kurse

 

Selbst in Kursen können Teilnehmer diese Technik nicht innerhalb weniger Tage richtig erlernen. Ein Kurs kann Hobby-Töpfer an die Technik heranführen und ihnen das Rüstzeug und Grundwissen mitgeben, um die Technik zu Hause zu perfektionieren.

 

Um Frustration beim Töpfern mit Scheibe zu vermeiden, ist eine professionelle Anleitung zum Erlernen der Technik am besten. Ausnahmen, die es geschafft haben, sich das Töpfern mit der Scheibe selbst beizubringen, bestätigen aber wie immer die Regel. Auch im Anschluss müssen auf der Scheibe getöpferte Objekte besonders vorsichtig behandelt werden. Der fette Ton zeigt einen besonders starken Schwund beim Trocknen, da er zu einem größeren Teil aus Wasser besteht als andere Tonsorten. Dieser starke Schwund kann wiederum leicht zu Rissen führen.

 

Damit keine Risse entstehen, sollte der Ton vor dem Brennen möglichst langsam trocknen. Als Richtlinie gilt etwa eine Woche Trockenzeit pro Zentimeter Wandstärke.

 

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