Töpfern mit Ton

Bevor es mit dem Töpfern los gehen kann, müssen Hobby-Töpfer ihrer Anleitung entsprechend den richtigen Ton für ihre Bedürfnisse auswählen. Ton entsteht, wenn die Steinarten Granit und Porphyr im Laufe von Jahrmillionen verwittern. Wenn Ton mit anderen Gesteinsbestandteilen wie Sand und Kies vermischt ist, dann bezeichnet man ihn als Lehm. Auch Kalk, Magnesium oder Salz können auf natürliche Weise zum Bestandteil von Ton werden. Es kommt also immer darauf an, an welchem Ort der Ton gefördert worden ist.

 

Der reinste Ton ist weiße Porzellanerde, Lehm hingegen ist am meisten durch Fremdstoffe verunreinigt. Minerale in der Masse erhöhen die Formbarkeit des Tons, aber sie bewirken auch, dass er relativ viel Wasser aufnehmen kann. Vor allem Sande machen den Ton weniger plastisch und bewirken aber im Gegenzug, dass der Ton nicht so viel Wasser in sich aufnehmen kann.

 

Dieser Ton trocknet also leicht. Der plastische Ton eignet sich besonders gut für das Drehen und Gießen von Ton, da die Plastizität hier die wichtigste Eigenschaft des Materials ist. Ton, wie man ihn im Fachhandel kaufen kann, wird oft aus verschiedenen Tonsorten zusammengemischt.

 

 

Tonsorten zum Drehen oder Gießen

 

In den meisten Tonsorten ist Schamotte enthalten. Dieser bereits gebrannte Ton in Pulverform ist der Masse beigemischt, damit der Ton stabiler und luftdurchlässiger wird. Für die Aufbaukeramik ist ein Schamotteanteil von etwa 20 Prozent ideal.

 

Töpfern mit Ton mittels Gießen und Drehen auf der Töpferscheibe erfolgt mit einem Ton, der nur wenig oder keine Schamotte enthält. Die Farbe des Tons variiert auch auf natürliche Weise. Durch Metalloxide in dem Material reicht die Vielfalt der Farben von weiß über rötlich und lederfarben bis zu einem dunklen Braun.

 

Töpfer müssen beim Kauf von Ton zum Töpfern auch darauf achten, für welchen Brennbereich dieser geeignet ist. Nur bei hohen Temperaturen gebrannter Ton kann wasserundurchlässig und frostsicher sein. Je nachdem, wie viel Feuchtigkeit der Ton einlagern kann, gibt es beim Brennen mehr oder weniger Materialschwund, den der Töpfer einkalkulieren muss. Im Allgemeinen liegt der Schwund beim Brennen zwischen 8 und 15 Prozent.

 

Nur wer sich vor Beginn des Töpferns für die richtige Tonsorte entscheidet, kann die Masse also optimal formen und erhält das gewünschte Ergebnis.

 

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