2 Ideen für getöpferte Schalen

2 Ideen für getöpferte Schalen 

Ob für Schmuck, für Kleinkram, als Kerzenuntersetzer oder als Deko auf dem Tisch: Schalen in verschiedenen Formen und Größen kann man eigentlich immer gut gebrauchen. Und Ton ist ideal geeignet, um daraus hübsche Schalen zu formen. Nun hat aber nicht jeder das notwendige Wissen und Können, um anspruchsvollere Töpfertechniken umzusetzen.

Zudem hat nicht jeder die Lust oder die Geduld, stundenlang an einer Schale zu arbeiten. Doch das muss auch gar nicht sein! Die beiden folgenden Anleitungen stellen zwei Ideen für getöpferte Schalen vor, die toll aussehen und dabei nicht nur kinderleicht anzufertigen, sondern auch im Handumdrehen fertig sind.

 

Die Materialien für beide Schalen

  • ·         Ton, entweder klassischer Ton oder lufttrocknender Ton
  • ·         Nudelholz
  • ·         Messer
  • ·         ein Schälchen mit Wasser
  • ·         Glasur oder Farbe und Lack nach Wunsch

 

1. Idee: eine getöpferte Schale mit Spitzenmuster

Bei dieser Schale sorgt ein Spitzenmuster für eine sehr schöne, romantische und zugleich elegante Optik. Zusätzlich zu den oben genannten Materialien werden für die Schale noch

  • ·         ein Häkeldeckchen,
  • ·         ein Teller oder eine Schüssel als Vorlage für die Form und
  • ·         Frischhaltefolie

benötigt. Wer kein Häkeldeckchen hat, kann auch eine Tortenspitze, ein Stück Gardine, eine Spitzenborte oder einen ähnlichen Gegenstand mit einem schönen Spitzenmuster verwenden.

Für die Schale wird zuerst ein Stück Ton genommen und gut durchgeknetet. Durch das Kneten wird der Ton geschmeidig und eventuelle Lufteinschlüsse werden herausgearbeitet. Mit dem Nudelholz wird der Ton dann zu einer etwa 1 cm dicken Platte ausgerollt. Anschließend kommt das Häkeldeckchen zum Einsatz. Das Häkeldeckchen funktioniert im Prinzip wie ein Stempel und hinterlässt das Spitzenmuster auf der Tonplatte. Dafür wird das Häkeldeckchen einfach auf die Tonplatte gelegt und mit dem Nudelholz behutsam darüber gerollt, bis das Häkeldeckchen fest in den Ton hineingedrückt ist. Dann wird das Häkeldeckchen vorsichtig wieder abgezogen. So bleibt im Ton das Spitzenmuster zurück.

Nun muss die künftige Schale in Form gebracht werden. Dazu wird kopfüber ein Teller oder eine Schüssel als Schablone auf die Tonplatte gelegt. Dabei kann die Schablone so platziert werden, dass sich das Spitzenmuster in der Mitte der Schale befindet, oder so, dass das Muster nur auf einer Hälfte oder nur im Randbereich verläuft. Um die Schale auszuschneiden, wird der Rand der Schablone mit einem scharfen Messer nachgefahren. Anschließend wird die Schnittkante bei Bedarf noch mit angefeuchteten Fingern geglättet.

Der Teller oder die Schüssel kommt nun noch einmal zum Einsatz, dieses Mal aber als Form. Dazu wird die Form zuerst mit Frischhaltefolie abgedeckt und die Tonplatte dann darauf abgelegt. Dadurch nimmt die Tonplatte automatisch die Wölbung der Form an, während die Frischhaltefolie ein Festkleben verhindert. Der Ton muss nun trocknen. Klassischer Ton kann gebrannt werden, sobald er lederhart getrocknet ist. Lufttrocknender Ton muss nicht gebrannt werden. Wer möchte kann seine Tonschale dann noch glasieren oder bemalen.

 

2. Idee: eine getöpferte Schale in Blattform

Bei dieser Schale gibt ein Blatt die Form vor. Wird das Blatt einer exotischen Pflanze verwendet, kommt so etwas Urlaubsfeeling in die eigenen vier Wände. Im Unterschied dazu erinnert das Blatt einer heimischen Pflanze an einen Waldspaziergang oder einen Tag im Park. Neben den oben genannten Materialien werden für diese Schale noch

  • ·         ein Blatt und
  • ·         Zeitungspapier, Papprollen oder ähnliche Materialien zum Unterlegen

benötigt. Was das Blatt angeht, so sind prinzipiell Blätter aller Pflanzen und Bäume geeignet. Besonders schön wird die Schale aber, wenn ein eher großes Blatt mit einer interessanten Form oder einer deutlichen Maserung verwendet wird.

Für die Schale wird zuerst ein Stück Ton durchgeknetet und mit dem Nudelholz zu einer etwa 1 cm dicken Tonplatte ausgerollt. Auf die Tonplatte wird dann das Blatt aufgelegt, und zwar mit der Vorderseite nach unten. Anschließend wird das Blatt mit dem Nudelholz behutsam in den Ton hineingedrückt. So entsteht ein Abdruck der Blattmaserung auf dem Ton.

Jetzt wird die Schale ausgeschnitten. Dazu wird mit dem Messer an den Blatträndern entlang geschnitten. Hat das Blatt Aussparungen, sollten diese ebenfalls nachgearbeitet werden. Dann kann das Blatt vorsichtig abgenommen werden. Um die Wölbungen des Blattes nachzuahmen, werden die Randbereiche der Tonplatte entsprechend geformt. Danach werden die ausgearbeiteten Wölbungen mit zusammengerolltem Zeitungspapier, Papprollen oder ähnlichen Hilfsmitteln unterlegt. Dadurch ist sichergestellt, dass der Ton seine Form behält, während er trocknet.

Ist der Ton lederhart getrocknet, kann er gebrannt und anschließend glasiert oder bemalt werden. Lufttrocknender Ton härtet von alleine aus. Er kann im trockenen Zustand beispielsweise mit Acrylfarben bemalt und mit einer Schicht Klarlack versiegelt werden.

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