Anleitung für ein getöpfertes Blumenbild

Anleitung für ein getöpfertes Blumenbild

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Ein bisschen Ton, ein einfaches Holzbrett und vielleicht noch ein bisschen Farbe: Viel mehr braucht es für ein getöpfertes Blumenbild in 3D-Optik nicht.

Wie das kleine Kunstwerk entsteht, erklären wir in dieser Anleitung!

Anleitung für ein getöpfertes Blumenbild

Die Materialien für ein getöpfertes Blumenbild

  • lufttrocknender Ton
  • kleine Schalen
  • Frischhaltefolie
  • Holzbrett
  • Farbe und Pinsel
  • Schnur oder Draht für die Blumenstiele
  • Heißkleber

Grundsätzlich können die Blumen auch aus ganz normalem Ton getöpfert werden. Der Nachteil dabei ist aber, dass die Blumen dann mindestens einmal gebrannt werden müssen. Lufttrocknender Ton härtet von alleine aus, indem er an der Luft trocknet. Er ermöglicht also das Töpfern ohne Brennofen.

Eine Alternative zu lufttrocknendem Ton ist Knetbeton. Er ist in Pulverform im Bastelbedarf erhältlich. Für die Verarbeitung wird das Pulver mit Wasser vermischt, bis eine tonähnliche Masse entsteht. Das Mischungsverhältnis von Knetbetonpulver und Wasser ist auf der Verpackung angegeben. Verarbeitet wird der Knetbeton dann genauso wie Ton, wobei auch Knetbeton an der Luft aushärtet und nicht in den Brennofen muss.

Ebenso ist denkbar, die Blumen aus Modelliermasse zu formen, die im heimischen Backofen gehärtet wird. Und wer alles selber machen möchte, kann Kaltporzellan anmischen und die Blumen daraus töpfern. Möglichkeiten gibt es also viele. Doch lufttrocknender Ton dürfte die bequemste Variante sein.

Die Anleitung für ein getöpfertes Blumenbild

Die Blumen zu töpfern, geht sehr einfach und ist auch für Anfänger überhaupt kein Problem. Deshalb ist das Blumenbild auch ein schönes Projekt, wenn Kinder oder Senioren mitmachen.

Und wie es geht, erklären wir jetzt Schritt für Schritt!

  1. Die Vorbereitungen

Als Hilfsmittel für die Blumen werden kleine Schalen verwendet. Die einzelnen Tonteile werden in die Schälchen gelegt, damit die modellierten Blumen beim Trocknen in der gewünschten Form bleiben. Um zu verhindern, dass der Ton in den Schälchen anhaftet und die Blumen nicht mehr richtig herausgenommen werden können, werden die Schalen mit Frischhaltefolie ausgelegt.

Dafür wird einfach ein Stück Folie genommen und so in die Schälchen gegeben, dass der Boden und die Seitenwände bedeckt sind. Für jede Blume, die getöpfert werden soll, wird ein Schälchen benötigt.

Sind die Schalen vorbereitet, geht es mit dem Ton weiter. Er wird einmal gut durchgeknetet. Durch das Kneten wird die Masse weicher und geschmeidiger. Dadurch lässt sie sich einfacher formen. Außerdem werden kleine Luftbläschen herausgearbeitet. Das ist für die Optik hilfreich.

  1. Die Blumen töpfern

Ist alles bereit, kann das Töpfern beginnen. Dazu wird zuerst ein Stückchen Ton genommen und zu einer kleinen Kugel geformt. Die Kugel wird anschließend zwischen den Handflächen plattgedrückt und auf den Boden der Schale gelegt. Diese Tonplatte ist später nicht mehr zu sehen. Sie bildet vielmehr die Auflagefläche für die Blüte und gleichzeitig die spätere Klebefläche auf dem Bild.

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Dann geht es mit den Blütenblättern weiter. Auch hier wird wieder ein Stückchen Ton zu einer Kugel geformt. Dann wird die Kugel in eine Handfläche gelegt und mit der anderen Hand solange flachgedrückt, bis eine dünne Platte entstanden ist. Dabei sollten vor allem die Ränder schön dünn sein, damit die typische Blütenblätteroptik entsteht.

Diese Tonplatte wird nun ebenfalls in die Schale gelegt, und zwar so, dass das Blütenblatt auf dem Sockel in der Mitte und an der Wand des Schälchens anliegt. Wer möchte, kann die Ränder in leichte Wellen legen oder geschwungen ausformen. Auf die gleiche Art werden drei, vier oder noch mehr Blütenblätter getöpfert. So nimmt die Blume allmählich Gestalt an.

Tipp:

Am besten ist, wenn der Töpfer ganz frei arbeitet. Er muss nicht großartig überlegen, wie er die Blätter am besten formt. In der Natur gibt es Blumen in allen möglichen Formen und jede Blüte sieht ein bisschen anders aus. Die schönsten Ergebnisse entstehen meist zufällig und wenn der Töpfer gerade nicht akkurat und nach Plan vorgeht.

Sind die Blütenblätter fertig, formt der Töpfer ein letztes Mal eine kleine Kugel. Diese setzt er als Blütenstempel in die Mitte der Blume. Den Blütenstempel kann der Töpfer so schlicht lassen, wie er ist. Möglich ist aber auch, den Stempel mit kleinen Punkten, Rillen oder einem anderen Muster zu verzieren.

Die Tonblume muss jetzt trocknen. Je nach Größe und Dicke der Tonplatten dauert das bis zu zwei Tage. Solange bleiben die Blumen in den Schälchen.

  1. Das Holzbrett gestalten

Als Träger für das Blumenbild kommt ein simples Holzbrett zum Einsatz. Das Brett kann entweder so bleiben wie es ist oder bemalt werden. Damit der Hintergrund den Blumen nicht die Show stiehlt, ist es aber ratsam, die Bemalung schlicht zu halten.

Eine Grundierung in einer Farbe oder einem sanften Farbverlauf reicht aus. So entsteht nicht nur ein satter Kontrast zu den Tonblumen, sondern das Blumenbild bekommt auch eine moderne Note.

Wer möchte, kann auch die Tonblumen bemalen. Das geht zum Beispiel mit Acrylfarben sehr gut. Glitter oder ein Metalliclack wiederum sorgen für interessante Effekte. Möglich ist aber auch, die Tonblumen mit einer Schicht Klarlack zu überziehen. Dadurch bekommen sie einen leichten Glanz und können später mit einem feuchten Lappen problemlos abgestaubt werden.

  1. Die Blumen auf dem Bild befestigen

Sind das Holzbrett fertig und die Tonblumen trocken, kann das Blumenbild fertig gestellt werden. Dafür werden zuerst die Blumenstiele befestigt. Sie können aus Schnur oder Draht bestehen.

Die Schnüre oder Drähte werden auf die gewünschte Länge zugeschnitten, probeweise auf dem Holzbrett angeordnet und anschließend mit Heißkleber festgeklebt.

Zum Schluss sind die Tonblumen an der Reihe. Auf die Rückseite der Blumen wird reichlich Heißkleber gegeben. Anschließend werden die Tonblumen auf den Blumenstielen festgeklebt. Damit ist das getöpferte Blumenbild fertig!

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Thema: Anleitung für ein getöpfertes Blumenbild

Redaktion

Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister), sowie Ferya Gülcan, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister), sowie Ferya Gülcan, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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