Anleitung für eine Feuerschale aus Beton

Anleitung für eine Feuerschale aus Beton

Ob Garten, Terrasse oder Balkon: Eine schöne Deko ist immer willkommen. Und wenn die Deko auch noch einen praktischen Nutzen hat, ist es umso besser. So ein Beispiel ist eine Feuerschale aus Beton. Sie sieht nicht nur toll aus und sorgt für ein romantisches Licht. Vielmehr wird sie auch zur Wärmequelle, wenn es abends kühler wird.

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Anleitung für eine Feuerschale aus Beton

Die Materialien für eine Feuerschale aus Beton

  • Beton, entweder Beton aus dem Markt oder Kreativ-Beton aus dem Hobbybedarf

  • eine große und eine kleinere Schüssel aus Kunststoff; das kleinere Gefäß muss so groß sein, dass eine Dose Brennpaste und einige Steine gut hineinpassen

  • Speiseöl und Pinsel

  • Messbecher

  • Sieb

  • Gefäß zum Anrühren des Betons und Rührstab

  • Brennpaste in der Dose

  • kleines Stück Maschendraht und Zange

  • Steine

  • Gummihandschuhe und Atemschutz

  • Schleifpapier bei Bedarf

Die benötigte Menge Beton ausrechnen

Unsere Feuerschale kann sowohl aus ganz normalem Beton aus dem Baumarkt als auch aus Kreativ-Beton gegossen werden. Doch in beiden Fällen stellt sich die Frage, wie viel Beton benötigt wird. Um die Menge zu ermitteln, gibt es eine einfache Methode.

Dazu die große Plastikschüssel ungefähr zur Hälfte mit Wasser füllen. Dann die kleinere Schüssel in das Wasser stellen und so weit nach unten drücken, wie die Mulde der Feuerschale tief werden soll.

Der Wasserstand imitiert den Beton. Je nachdem, wie hoch die Feuerschale werden soll, kann dann Wasser hinzugefügt oder entnommen werden.

Passt die Wassermenge, die kleinere Schüssel herausnehmen und die Wassermenge mit einem Messbecher abmessen. Kommt normaler Beton aus dem Baumarkt zum Einsatz, wird anschließend die Wassermenge mit dem Faktor 2,5 multipliziert. Waren zum Beispiel drei Liter Wasser in der Schüssel, werden für die Feuerschale somit 3 Liter x 2,5 = 7,5 Kilo Beton benötigt.

Bei Kreativ-Beton reicht es aus, die Wassermenge zu verdoppeln. Das liegt daran, dass Kreativ-Beton viel feiner ist und deshalb nicht gesiebt werden muss. Bei einer Wassermenge von drei Litern würden für die Feuerschale also 6 Kilo Kreativ-Beton ausreichen.

Die Anleitung für eine Feuerschale aus Beton

Um die Haut und die Atemwege zu schützen, ist es ratsam, beim Arbeiten mit Beton Handschuhe und einen Mundschutz zu tragen. Sind alle Materialien griffbereit, kann es losgehen.

Schritt 1: den Beton sieben

Normaler Beton aus dem Baumarkt ist relativ grob. Deshalb sollte er gesiebt werden, um auf diese Weise die gröberen Bestandteile zu entfernen.

Das ist übrigens auch der Grund, warum die Wassermenge mit 2,5 multipliziert wird. Denn beim Sieben geht etwas Material verloren. Kreativ-Beton ist deutlich feiner. Ihn zu sieben, ist nicht notwendig.

Schritt 2: die Schüsseln einölen

Damit sich die Feuerschale später gut aus den Schüsseln löst, werden diese eingeölt. Dabei wird die große Schüssel auf der Innenseite mit Öl eingepinselt. Bei der kleineren Schüssel wird die Außenseite eingeölt. Das Öl wird also jeweils dort aufgetragen, wo die Gefäße mit dem Beton Kontakt haben. Dabei beim Einölen ruhig großzügig sein.

Schritt 3: den Beton anrühren

Der gesiebte Beton kann nun angerührt werden. Dabei kann wieder der Messbecher zum Einsatz kommen, denn die Betonmenge stimmt vom Volumen her mit der Wassermenge in Liter überein. Waren es zum Beispiel drei Liter Wasser, werden mit dem Messbecher also drei Liter Beton abgemessen.

Nachdem der Beton abgemessen und in ein Gefäß gegeben ist, kommt Wasser dazu. Dabei werden pro Liter Beton 0,3 Liter Wasser hinzugefügt. Bei drei Litern Beton wären es also 0,9 Liter Wasser.

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Mit einem Rührstab nun den Beton solange kräftig durchrühren, bis eine gleichmäßige und geschmeidige Masse entstanden ist. Sollte der Beton zu trocken sein, nach und nach wenig Wasser hinzugeben. Die Konsistenz ist richtig, wenn der Beton einem Brei ähnelt, der sich gut durchrühren lässt. Dann kann der Beton in die große Schüssel eingefüllt werden.

Bei Kreativ-Beton ist das Mischungsverhältnis auf der Verpackung angegeben.

Schritt 4: die kleinere Schüssel positionieren

Jetzt wird die kleinere Schüssel mittig in den Beton hineingedrückt. Dabei darauf achten, dass die kleine Schüssel den Boden der großen Schüssel nicht berührt, sondern ein ausreichend großer Abstand bleibt. Andernfalls wird der Boden der Feuerschale zu dünn. Außerdem sollte der Rand der späteren Feuerschale überall ungefähr gleich breit sein.

Ist die richtige Position gefunden, werden zum Beschweren Steine in die Schüssel gelegt. Dadurch bleibt die Schüssel dort, wo sie ist. Das Beschweren ist wichtig, weil der Beton die Schüssel beim Aushärten sonst nach oben herausdrücken würde.

Dann leicht an der ganzen Form rütteln und die Außenseite der großen Schüssel rundherum ein paar Mal sanft abklopfen. Auf diese Weise steigen die Luftblasen im Beton auf und entweichen. Bei Bedarf die innere Schüssel danach noch einmal ausrichten.

Anschließend muss der Beton aushärten. Je nachdem, wie groß und wie dick die Feuerschale ist, dauert das mehrere Tage.

Generell ist aber besser, länger abzuwarten. Denn wenn die Feuerschale zu früh aus den Form herausgelöst wird, könnte der Beton reißen. Zum Aushärten sollte der Beton eher kühl stehen, also nicht in der Sonne.

Schritt 5: die Feuerschale aus der Form lösen

Nach drei bis fünf Tagen kann die Feuerschale aus der Form gelöst werden. Dazu zuerst die Steine entfernen und die innere Schüssel vorsichtig herausnehmen. Durch das Einölen sollte sie sich problemlos herausheben lassen. Anschließend die große Schüssel langsam umdrehen und die Feuerschale, ähnlich wie bei einem Kuchen, auf eine weiche Unterlage stürzen.

Kleinere Unebenheiten und ausgefranste Stellen am Rand lassen sich mit Schleifpapier glätten. Danach muss die Feuerschale noch einmal ein paar Tage trocknen, bis der Beton komplett ausgehärtet ist.

Schritt 6: die Brennpaste und die Steine in die Feuerschale geben

Für den Einsatz der Feuerschale die Dose mit der Brennpaste öffnen. Dann ein Stück Maschendraht zuschneiden, als schützendes Gitter auf die Dose legen und die Kanten nach unten biegen. Das Gitter verhindert, dass Steine in die Dose hineinfallen.

Die Dose mittig in die Feuerschale stellen. Anschließend Steine in der Schale drapieren. Als Steine eignen sich Schieferstücke, Kieselsteine, Steine aus dem Garten oder gesammelte Fundstücke von Spaziergängen. Wichtig ist nur, dass zwischen den Steinen kleine Lücken verbleiben, durch die die Flammen ihren Weg finden.

Dann kann die selbstgemachte Feuerschale aus Beton auch schon draußen aufgestellt und angezündet werden!

Zum Schluss ein paar Sicherheitshinweise:

  • Um die Brennpaste anzuzünden, am besten ein langes Stabfeuerzeug verwenden.

  • Die Feuerschale nur draußen nutzen und an einem Ort aufstellen, an dem sie gerade und stabil steht.

  • Das Feuer nie unbeaufsichtigt brennen lassen und Kinder sowie Haustiere vom Feuer fernhalten.

  • Ist die Brennpaste leer, die Feuerschale samt Steinen komplett auskühlen lassen. Erst in vollständig kaltem Zustand kann die Feuerschale weggeräumt oder mit neuer Brennpaste bestückt werden.

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Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister), sowie Ferya Gülcan, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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