Anleitung für einen Turm aus alten Tassen

Anleitung für einen Turm aus alten Tassen

In vermutlich jedem Haushalt finden sich ein paar Tassen, die als Einzelteile im Schrank herumstehen und nicht mehr verwendet werden. Solche Tassen lassen sich prima zu einem hübschen und praktischen Turm verarbeiten.

Wir erklären, wie es geht!:

Turm aus Tassen

Teetassen, Kaffeetassen, Mokkatässchen, Suppenterrinen: Im Geschirrschrank sammeln sich im Laufe der Zeit einige Tassen an. Doch oft handelt es sich um Einzelstücke oder um Reste, die von einem Service übriggeblieben sind.

Manchmal haben die Tassen auch Farben oder Muster, die nicht mehr gefallen. Bevor solche Tassen noch länger ungenutzt herumstehen, können sie zu einem chicen Turm verarbeitet werden.

Der Turm lässt sich vielseitig verwenden. So kann er mit Sukkulenten oder Kakteen bepflanzt werden und auf der Fensterbank oder der Terrasse stehen. Genauso ist möglich, den Turm mit Süßigkeiten zu bestücken und auf den Tisch zu stellen. Auch um Schmuck oder Krimskrams aufzubewahren, eignet sich der Turm prima. Der Turm kann aber ebenso leer bleiben und für sich als Deko-Objekt wirken.

 

Die Materialien für einen Turm aus alten Tassen

  • mindestens 4 Kaffee-, Tee- oder Suppentassen pro Turm
  • Montagekleber für nicht saugende Untergründe (auch bekannt als Polymerkleber für Glas, Spiegel, Porzellan, Metall und andere glatte Oberflächen)
  • alter Pinsel
  • Permanentmarker
  • Haftgrundierung und Sprühfarbe nach Wunsch
  • flaches Gefäß und Sand als Hilfsmittel für die Konstruktion

 

Die Anleitung für einen Turm aus alten Tassen

In unserer Anleitung bauen wir den Turm aus vier Tassen. Dabei bilden drei Tassen die untere Ebene und die vierte Tasse wird als Abschluss oben draufgesetzt. Genauso kann der Turm aber auch aus mehr Tassen bestehen oder höher gebaut werden. Die Vorgehensweise bleibt dabei gleich.

 

  1. Schritt: die Tassen auswählen und reinigen

Zunächst einmal gilt es, die Tassen für den Turm zusammenzustellen. Gibt der eigene Schrank nicht genug Tassen her, finden sich vielleicht auf dem Flohmarkt ein paar günstige Stücke. Die Tassen müssen dabei nicht die gleiche Form und Größe haben. Und sie müssen optisch auch nicht unbedingt zusammenpassen. Denn der Tassenturm kann später bemalt oder lackiert werden. Wird der Turm ohnehin eingefärbt, macht es auch nichts, wenn die Tassen nicht mehr ganz intakt sind.

Sind die Tassen ausgewählt, müssen sie gründlich gespült werden. Vor allem an den Flächen, an denen die Tassen gleich zusammengeklebt werden, dürfen keine Schmutz- und Fettrückstände vorhanden sein.

 

  1. Schritt: die Tassen ins Sandbett stellen

Die Tassen anzuordnen, in dieser Position zu halten und gleichzeitig zusammenzukleben, ist kaum möglich. Deshalb kommt ein Hilfsmittel zum Einsatz. Dafür wird ein flaches Gefäß mit Sand oder feinem Kies befüllt. Bei dem Gefäß kann es sich beispielsweise um eine Schale oder ein Tablett handeln. Wichtig ist nur, dass die Fläche so groß ist, dass der Tassenturm darin gut Platz hat.

Für die untere Ebene des Turms werden drei Tassen leicht zur Seite gekippt und aneinandergehalten. Die Stellenflächen der Tassen zeigen dabei zueinander, die Öffnungen nach außen. Gefällt die Anordnung, werden die Tassen ins Sandbett gestellt. Durch den Sand bleiben sie in dieser Position, so dass bequem weitergearbeitet werden kann. Ist die Anordnung noch nicht ganz optimal, kann natürlich weiter ausprobiert werden. Zudem kann auch die vierte Tasse schon einmal probeweise aufgesetzt werden.

 

  1. Schritt: die Tassen zusammenkleben

Damit der Turm zusammenhält, muss der Klebstoff zwischen die Tassen. Dafür wird auf den Tassen mit einem Permanentmarker zunächst markiert, an welchen Punkten sich die Tassen berühren. Das geht am einfachsten, wenn die Tassen nacheinander etwas angehoben und die Punkte dann aufgezeichnet werden. Durch den Sand bleiben die beiden anderen Tassen unverändert stehen.

Sind die Berührungspunkte markiert – bei drei Tassen sind es insgesamt sechs Berührungspunkte – kann der Kleber aufgetragen werden. Dazu werden die Tassen aus dem Sandbett genommen. Nachdem der Kleber aufgetragen ist, werden die Tassen dann wieder nacheinander an ihrer Position ins Sandbett gestellt und zusammengedrückt.

Der Montagekleber hat eine Konsistenz, die an Silikon erinnert. Um die Klebestellen zu kaschieren, kann deshalb ein Pinsel in Wasser getaucht werden. Mit dem feuchten Pinsel lässt sich der Kleber gut verstreichen. Allerdings sollte dafür ein alter Pinsel verwendet werden, denn der Klebstoff lässt sich nicht mehr auswaschen.

Sind die drei Tassen verklebt, wird die vierte Tasse befestigt. Auch sie wird einmal probeweise auf die Tassen gestellt. Dann werden die Berührungspunkte markiert, der Kleber wird aufgetragen und die Tasse wird aufgesetzt. Die fertige Konstruktion muss nun trocknen. Auf der Verpackung steht, wie lange der Kleber zum Aushärten braucht. Am besten ist aber, den Turm einfach über Nacht stehen zu lassen. So ist der Kleber garantiert gut durchgetrocknet.

Tipp: Den Montagekleber gibt es in Weiß und in Transparent. Wird der Turm lackiert oder bemalt, kann ein weißer Klebstoff verwendet werden. In diesem Fall muss aber darauf geachtet werden, dass sich der Kleber überstreichen lässt. Soll die Optik der Tassen so bleiben wie sie ist, ist ein transparenter Kleber die bessere Wahl.

 

  1. Schritt: die Tassen bemalen oder lackieren

Wer möchte, kann den Tassenturm jetzt noch einfärben. Auf dem glatten Porzellan würde eine Sprühfarbe aber nicht halten. Deshalb muss der Turm zuerst mit einer Haftgrundierung grundiert werden. Die Haftgrundierung gibt es zum Sprühen oder zum Auftragen mit dem Pinsel. Ist die Grundierung trocken, kann der Turm mit der gewünschten Farbe besprüht werden. Damit ist das originelle und zugleich praktische Kunstwerk fertig!

Mehr Anleitungen, Tipps und Ratgeber zum Töpfern:

Thema: Anleitung für einen Turm aus alten Tassen

Teilen:

Kommentar verfassen