Anleitung für eine Schmuck-Büste

Anleitung für eine Schmuck-Büste 

Schmuck kann natürlich in einem Schmuckkästchen oder einer Box aufbewahrt werden. Doch vor allem die Lieblingsstücke können auch schöner präsentiert werden. Eine Möglichkeit dafür ist eine Ablage in Form einer Büste. Hier finden Ketten, Ohrringe, Uhren, Armbänder und andere Schmuckstücke einen prominenten Platz.

Und wie eine solche Schmuck-Büste aus Ton geformt werden kann,
erklärt die folgende Anleitung!:

 

Die Materialien für eine Schmuck-Büste

  • ·         Steckmasse oder Styroporblock und ggf. Kreppband
  • ·         lufttrocknender Ton
  • ·         Tonschlicker
  • ·         Messer
  • ·         Nudelholz
  • ·         Holzklotz und Rundholz für den Fuß
  • ·         3 mm Aludraht und Zange
  • ·         Heiß- oder Kraftkleber
  • ·         Farben und Pinsel oder andere Materialien zum Dekorieren nach Wunsch

 

Die Anleitung für eine Schmuck-Büste

1. Schritt: die Unterkonstruktion anfertigen

Das Grundgerüst für die Schmuck-Büste wird aus Steckmasse oder Styropor gefertigt. Wer schön häufiger Skulpturen modelliert hat, kann das Grundgerüst natürlich auch aus Zeitung formen und mit Draht umwickeln oder nur aus Draht formen. Deutlich einfacher und schneller geht es aber, wenn ein Steckmassen- oder Styroporblock zurechtgeschnitten wird. Das Zuschneiden wiederum kann frei Hand erfolgen. Oder der Töpfer fertigt sich eine Schablone an, legt diese auf und schneidet die Form mit dem Messer nach.

Hier ein paar Anregungen für die Form:

[Grafik Schmuck-Büste 1]

Schmuck-Büste 1

Soll die Schmuckbüste etwas größer werden, kann sie aus mehreren Elementen zusammengesetzt werden. Dafür werden die Einzelteile zugeschnitten und anschließend mit Malerkreppband zusammengeklebt. 

Damit die Büste später plastischer wirkt, können an der fertigen Form noch die Kanten abgerundet und feiner ausgearbeitet werden.

Aber Achtung: Bei einem Grundgerüst aus Steckmasse oder Styropor muss ein Ton verwendet werden, der an der Luft aushärtet. Soll ein Ton verarbeitet werden, der im Ofen gebrannt werden muss, muss die Büste so geformt werden, dass das Hilfsgestell herausgenommen werden kann.

 

2. Schritt: den Ton vorbereiten

Ist das Grundgerüst soweit fertig, wird der Ton vorbereitet. Dafür wird eine Scheibe Ton abgeschnitten und gut durchgeknetet. Durch das Kneten wird der Ton weicher und geschmeidiger. Außerdem entweichen mögliche Lufteinschlüsse.

Nachdem der Ton durchgeknetet ist, wird er mit dem Nudelholz zu einer dünnen Platte ausgerollt. Dabei reicht es aus, wenn die Tonplatte etwa einen halben Zentimeter dick ist. Anschließend wird der Ton in etwa fünf Zentimeter breite Streifen geschnitten. Aus diesen Tonstreifen wird die Büste gleich geformt.

 

3. Schritt: die Büste formen

Jetzt beginnt das Modellieren der Schmuck-Büste. Dafür werden die vorbereiteten Tonstreifen um das Grundgerüst gelegt. Angefangen wird dabei auf einer Seite des Grundgerüsts. Hier wird der erste Tonstreifen aufgelegt und leicht angedrückt. Dann wird der zweite Tonstreifen genommen, möglichst dicht an den ersten Tonstreifen angelegt und wieder leicht angedrückt. Anschließend ist der dritte Tonstreifen an der Reihe. So geht es immer weiter, bis das gesamte Grundgerüst komplett mit Ton ummantelt ist. Dass für das Ummanteln Tonstreifen verwendet werden und nicht eine große Tonplatte, hat ganz einfach den Grund, dass sich die Streifen viel besser und leichter anordnen lassen.

Nun müssen die einzelnen Tonstreifen aber noch zu einer geschlossenen Fläche verbunden werden. Dies erfolgt mithilfe von Tonschlicker. Dafür wird der Tonschlicker satt auf die kleinen Fugen zwischen den Tonstreifen aufgetragen. Mit den Fingern oder Händen wird dann solange über die Figur gestrichen, bis eine gleichmäßige Fläche entstanden ist. Wer möchte, kann natürlich noch weitere Tonstreifen auflegen und seine Büste so weiter ausmodellieren.

Ist die Büste fertig, wird mittig auf der Unterseite der Rundholzstab ein Stück weit hineingeschoben. Dadurch ist der spätere Fuß schon mal befestigt. Mittig auf der Oberseite wird ebenfalls ein Loch eingearbeitet. Dieses Loch kann aber ruhig etwas kleiner sein, denn es ist für den Draht gedacht. Nun muss der Ton trocknen. Je nach Größe der Figur und Dicke der Tonschichten kann das mehrere Tage lang dauern.  

 

4. Schritt: die Büste ausgestalten

Ist der Ton trocken, kann die Büste ganz nach Lust und Laune ausgestaltet werden. So ist möglich, die Schmuck-Büste bunt anzumalen oder in der Serviettentechnik zu dekorieren. Daneben kann die Büste mit schönen Schmuckbändern oder Spitze beklebt werden. Wer sie lieber schlicht lassen möchte, kann sie mit einer Schicht Klarlack als Schutz überziehen.

Der Holzklotz, der zusammen mit dem Rundholz den Fuß der Schmuckbüste bildet, kann ebenfalls bemalt oder lackiert werden.

 

[Grafik Schmuck-Büste 2]

Schmuck-Büste 2

 

5. Schritt: den Tonkörper auf den Fuß setzen 

Ist die Gestaltung fertig und alles trocken, wird der Rundholzstab in den Holzklotz eingeklebt. Am besten funktioniert das mit Heißkleber. Jetzt fehlt nur noch der obere Abschluss. Dafür werden vier bis fünf lange Drahtstücke abgeschnitten und einmal in der Mitte umgebogen.

Dann werden die Drähte zusammengenommen und am unteren Ende mit Draht umwickelt. Dieses Bündel wird in das Loch auf der Oberseite eingeklebt. Wenn der Kleber fest ist, werden die einzelnen Drahtarme seitlich umgebogen und die Enden mit der Zange zu kleinen Spiralen geformt. So bieten die Drahtarme Platz für Ohrringe, Fingerringe oder Anhänger, während auf der Schmuck-Büste Ketten und Armbänder abgelegt werden können. Fertig!

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