Anleitung: Lufterfrischer töpfern

Anleitung: Lufterfrischer töpfern

Ob im Auto, im Kleiderschrank, in Küche und Bad oder in anderen Räumen: Wenn es gut riecht, ist die Atmosphäre gleich viel angenehmer. Zudem wirkt alles irgendwie sauberer, frischer und wohnlicher. Nun müssen es aber nicht gleich irgendwelche Teile aus Pappe oder Kunststoff sein, die für mehr oder weniger dezenten Duft sorgen.

Lufterfrischer töpfern

Denn Lufterfrischer lassen sich auch selbst herstellen. Und Ton eignet sich dafür sehr gut, denn er nimmt den Duft auf und gibt ihn langsam wieder ab. Ganz nebenbei entstehen so auch gleich noch kleine Arbeiten, die eine schöne Deko sind und sich prima als Mitbringsel machen.

Hier nun also die Anleitung für selbstgetöpferte Lufterfrischer!:

 

Die Materialliste für die Lufterfrischer

  • Lufttrocknender Ton
  • Ausstechformen für Plätzchen
  • Messer
  • Nudelholz
  • Zahnstocher, Schaschlikspieß oder ähnlicher Gegenstand
  • Schälchen mit Wasser und Schleifpapier
  • Ätherische Duftöle oder Parfüm und Gefrierbeutel
  • Band oder Schnur
  • Acrylfarben und Pinsel nach Wunsch

Lufterfrischer töpfern – so geht’s

Zunächst werden die Lufterfrischer getöpfert. Nach dem Trocken werden sie beduftet. Danach müssen sie noch einmal trocknen – und schon sind sie einsatzbereit.

Hier aber die Anleitung ganz ausführlich und Schritt für Schritt!:

 

  1. Schritt: den Ton vorbereiten

Als erstes wird ein Stück Ton vom Block abgeschnitten und gut durchgeknetet. Das Kneten sorgt zum einen dafür, dass mögliche Luftbläschen entweichen. Zum anderen wird der Ton dadurch weicher und geschmeidiger, so dass er sich besser verarbeiten lässt.

Sollte der Ton nicht mehr ganz frisch oder ziemlich fest und störrisch sein, kann er mit wenig Wasser befeuchtet werden. Dadurch wird er wieder geschmeidig.

 

  1. Schritt: die Lufterfrischer formen

Der vorbereitete Ton wird dann mit dem Nudelholz zu einer gleichmäßigen Platte ausgerollt. Das klappt am besten, wenn der Ton – ähnlich wie Mürbeteig – erst zu einer Kugel geformt und anschließend plattgedrückt wird. Die ausgerollte Tonplatte sollte ungefähr 7 Millimeter dick sein. Beim Trocknen schrumpft der Ton noch etwas, so dass die fertigen Lufterfrischer ein wenig dünner sein werden.

Nun werden die Lufterfrischer ausgestochen. Das geht genauso wie bei Plätzchen und Keksen: Die Ausstechform wird in die Masse gedrückt, eventuell ganz wenig bewegt und dann nach oben weggenommen. Der ausgestochene Lufterfrischer kann anschließend aus der Form gelöst und auf einer ebenen Fläche abgelegt werden. Wer keine Ausstechformen zur Hand hat oder seine eigenen Formen kreieren möchte, kann den Ton aber selbstverständlich auch mit dem Messer zurechtschneiden.

Damit die Lufterfrischer später auch aufgehängt werden können, brauchen Sie ein Loch für das Band. Dieses Loch wird mit einem Zahnstocher, einem Schaschlikspieß oder einem ähnlichen Gegenstand in den Ton gebohrt. Auch hier gilt zu bedenken, dass der Ton beim Trocknen schrumpft. Besser ist deshalb, das Loch etwas größer zu machen. Wichtig ist außerdem, dass das Loch komplett durch die Tonplatte hindurchgeht. Sonst kann das Band nachher nicht durchgefädelt werden.

Übrigens:

Natürlich müssen die Lufterfrischer nicht flach bleiben. Wer möchte, kann den Ton auch biegen, die Ränder in Wellen legen oder beliebige andere Formen gestalten.

Sind alle Lufterfrischer in Form gebracht, muss der Ton trocknen. Dazu werden die Lufterfrischer für 24 Stunden zur Seite gelegt.

 

  1. Schritt: die Lufterfrischer bemalen

Lufttrocknender Ton ist weiß. Wer seine Lufterfrischer schlicht lassen möchte, kann diesen Schritt überspringen. Sollen die Lufterfrischer bunt werden, können sie nun mit Acrylfarben bemalt werden.

Ob sie dabei in einer Farbe bemalt, mit Mustern versehen, mit Ornamenten verziert, beschriftet oder mit bildlichen Motiven gestaltet werden, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Auch die Acrylfarben müssen dann wieder trocknen.

 

  1. Schritt: die Lufterfrischer beduften

Damit die Lufterfrischer nicht nur eine nette Deko sind, sondern ihre Funktion als Lufterfrischer übernehmen und einen angenehmen Duft verströmen können, müssen sie nun beduftet werden. Dazu werden die Lufterfrischer nacheinander mit ätherischen Ölen nach Wahl beträufelt und in einen Gefrierbeutel gegeben. Dann wird noch etwas Duftöl hinzugefügt und der Gefrierbeutel gut verschlossen. Auf diese Weise kann das Öl in die Lufterfrischer eindringen.

Eine andere Möglichkeit wäre, eine Schale mit Duftöl zu befüllen und die Lufterfrischer eine Weile darin zu tränken. Allerdings wird bei dieser Variante sehr viel mehr Duftöl benötigt.

Welcher Duft verwendet wird, bleibt natürlich dem eigenen Geschmack überlassen. Es können auch mehrere Düfte miteinander kombiniert werden. Wer kleine Parfümproben hat, die er sonst nicht benutzt, kann sie ebenfalls für die Lufterfrischer verbrauchen. Und natürlich kann auch das eigene Parfüm als Duft verwendet werden.

Wenn die Lufterfrischer den Duft gut aufgenommen haben, sollten sie noch einmal trocknen.

 

  1. Schritt: die Lufterfrischer nutzen

Nun müssen nur noch Bänder, Kordeln, Schnüre oder Fäden durch die Löcher gefädelt werden. Dann können die getöpferten Lufterfrischer auch schon aufgehängt werden, zum Beispiel im Auto, im Kleiderschrank oder in den Wohnräumen.

Irgendwann lässt der Duft nach. Anders als herkömmliche Lufterfrischer aus dem Handel können die selbstgemachten Raumdüfte aber weiterverwendet werden. Dazu müssen sie nämlich einfach nur frisch mit ätherischen Ölen beträufelt werden.

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Thema: Anleitung: Lufterfrischer töpfern

Veröffentlicht von

Tobias Naue & Maike Wetzold

Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister) schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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