Anleitung: Windlicht aus Beton und Wiener Geflecht

Anleitung: Windlicht aus Beton und Wiener Geflecht

Wiener Geflecht ist keine neue Erfindung. Vielmehr wurden schon vor Jahrzehnten Möbel und andere Einrichtungsgegenstände mit dem Material angefertigt. Doch vor einiger Zeit wurde das dekorative Material wiederentdeckt und hat sich zum riesigen Trend entwickelt. Ganz ähnlich ist es mit Beton. Auch Beton ist ein altbewährtes Baumaterial. Aus der Bastel- und Deko-Welt ist es aber ebenso nicht mehr wegzudenken.

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Anleitung Windlicht aus Beton und Wiener Geflecht

In dieser Anleitung zeigen wir eine Idee, die beide Materialien miteinander verbindet. Wir stellen nämlich ein Windlicht her, das einen Sockel aus Beton und Wiener Geflecht als Wand hat:

Die Materialien für ein Windlicht aus Beton und Wiener Geflecht

Für das Windlicht wird eine zylinderförmige Gießform benötigt. Optimal ist eine Form aus Kunststoff oder beschichteter Pappe, denn sie kann einfach aufgeschnitten werden, falls sich das Windlicht nicht gut herauslösen lassen sollte. Ein großer Plastikbecher, eine PET-Flasche oder eine Verpackung eignen sich zum Beispiel gut.

Für das Windlicht sollten dann folgende Materialien zur Hand sein:

  • Gießform

  • Wiener Geflecht

  • Zement, Quarzsand und Wasser für den Beton

  • Speiseöl und Pinsel

  • Gefäß und Löffel zum Anrühren des Betons

  • Schere

  • Wäscheklammer

  • Sieb und Schleifpapier bei Bedarf

Die Anleitung für ein Windlicht aus Beton und Wiener Geflecht

Die Kombination aus dem derben, modern-schlichten Beton in kühlem Grau und dem zarten, verspielten Wiener Geflecht in seiner warmen Naturfarbe sorgt für einen tollen Kontrast.

Das Windlicht passt durch den Materialmix zu den unterschiedlichsten Einrichtungsstilen und zaubert auch so schon eine ansprechende Deko. Brennt eine Kerze im Windlicht, liefert der Beton einen soliden Sockel, während das Geflecht durch sein Muster herrliche Lichtspiele entstehen lässt.

Dabei ist das hübsche Windlicht schnell und einfach gemacht. Die größte Herausforderung ist das Abwarten, bis der Beton ausgehärtet ist und das Windlicht in Betrieb genommen werden kann.

Schritt 1: die Vorbereitungen

Je nachdem, was als Gießform zum Einsatz kommt, muss die Form entsprechend vorbereitet werden. Ein Plastikbecher zum Beispiel kann so bleiben, wie er ist, oder von oben her abgeschnitten werden. Gleiches gilt für eine Kunststoffverpackung.

Bei einer PET-Flasche wird die obere Hälfte mit dem Hals entfernt. Aus dem abgeschnittenen Teil können anschließend zwei, drei Kreise im Durchmesser der Flasche ausgeschnitten werden. Dann die Kreise in die Gießform legen. Dadurch erhält das Windlicht eine gerade Stellfläche.

Als Nächstes geht es mit dem Wiener Geflecht weiter. Es wird so zugeschnitten, dass es die Innenseite der Gießform komplett abdeckt und sich die beiden Kanten etwa einen Finger breit überlappen. Optimal ist, wenn das Muster an den Enden übereinstimmt. Dadurch fällt die Verbindungsnaht später optisch kaum auf.

Jetzt kann die Gießform innen schon einmal gut mit Öl eingepinselt werden. Das Öl dient als Trennschicht und sorgt dafür, dass sich der Beton leichter aus der Form löst.

Schritt 2: den Beton anmischen

Für den Beton werden zuerst Zement und Quarzsand im Verhältnis 1:2 miteinander vermischt. Die benötigte Menge hängt natürlich davon ab, wie groß das Windlicht wird und wie hoch der Betonsockel sein soll. Bei einem etwa 5 cm hohen Betonsockel im Durchmesser einer PET-Flasche dürften es ungefähr 150 g Zement und 300 g Quarzsand werden.

Enthält das Material grobe Stücke oder viele Klümpchen, kann es sinnvoll sein, den Zement und den Sand durch ein Sieb zu schütten. Dadurch erhält der Beton eine feinere Struktur.

Zum Zement und Quarzsand wird dann portionsweise Wasser hinzugefügt und gut eingerührt. Als Faustformel für das Mischungsverhältnis aus Zement, Quarzsand und Wasser gilt 1:2:1. Die Betonmasse hat die richtige Konsistenz, wenn sie sämig, aber nicht zu flüssig ist.

Schritt 3: das Windlicht zusammenfügen

Der angerührte Beton wird nun in die vorbereitete Gießform eingefüllt. Dann die Gießform ordentlich durchrütteln und ein paar Mal auf die Arbeitsfläche aufstampfen, damit eventuelle Luftbläschen entweichen können.

Anschließend das Wiener Geflecht im Beton versenken. Dazu das Geflecht auf der Innenseite der Form rundherum anlegen und nach unten drücken. Ratsam ist, das Geflecht bis fast an den Boden der Form zu schieben.

Dadurch ist ein fester Halt sichergestellt. Damit sich die Enden nicht verschieben, sollte die überlappende Kante mit einer Wäscheklammer fixiert werden.

Nun heißt es Abwarten. Je nach Dicke dauert es mindestens zwei Tage, bis der Beton abgebunden hat.

Schritt 4: das Windlicht aus der Gießform lösen

Wenn der Beton hart geworden ist, kann das Windlicht aus der Form herausgelöst werden. Durch das Öl sollte das gut funktionieren. Falls nicht, kann eine Plastikform vorsichtig mit der Schere aufgeschnitten werden.

Hat der Beton raue Kanten, lassen sie sich mit Schmirgelpapier abschleifen oder mit einer feinen Reibe behutsam abraspeln. Damit ist das Windlicht fertig!

Um das Windlicht zu bestücken, eignet sich ein Teelicht oder eine Kerze in einem durchsichtigen Glas sehr gut. Durch das Glas ist die Flamme vor Zugluft geschützt und es besteht keine Gefahr, dass das Feuer dem Geflecht zu nahe kommt. Eine schöne Alternative kann eine LED-Kerze oder eine Lichterkette sein.

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Maike Wetzold, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, Tobias Naue (Keramikmeister), die Youtuberin Sevilart ( Kreativ- Deko- & Bastelvideos), sowie Ferya & Christian Gülcan, Betreiber/in und Redakteur/in dieser Webseite und Inhaber von koozal Design ( Kunst, Malerei, Import & Handel getöpfertes Kunsthandwerk), schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen, Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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