Anleitung – getöpferte Käseplatte

Anleitung für eine getöpferte Käseplatte

Servierplatten sind in erster Linie praktisch, denn auf diesen Platten können weitaus mehr Lebensmittel angerichtet und serviert werden als auf einem normalen Teller. Hinzu kommt bei Servierplatten allerdings noch, dass diese meist sehr viel dekorativer sind als einfache Teller, so dass der gedeckte Tisch dann gleich eine sehr viel schönere und liebevollere Note erhält.  

Insofern sind selbstgetöpferte Servierteller und -platten eine ideale Möglichkeit, um erste Töpferarbeiten anzufertigen, dabei seiner Kreativität und Phantasie freien Lauf zu lassen und gleichzeitig auch noch individuelles Geschirr herzustellen, dass nicht nur gut aussieht, sondern tatsächlich auch einen echten Nutzwert hat. 

Um selbst Servierplatten zu töpfern, sind nur wenige Mittel erforderlich und dank der recht einfachen Technik können auch absolute Anfänger sehr schöne Ergebnisse erzielen.  

 

Hier nun also eine Anleitung für eine getöpferte Käseplatte: 

 

Das Töpfern der eigentlichen Käseplatte 

Für die Käseplatte wird der Ton zuerst durchgeknetet und anschließend mithilfe des Nudelholzes zu einer flachen Platte ausgerollt. Nun bleibt es dem eigenen Geschmack überlassen, ob die Käseplatte rund oder eckig zugeschnitten wird. Für eine runde Platte bietet sich ein Teller als Schablone an, für eine eckige Platte beispielsweise ein Schneidebrett.  

Der Ton wird nun also mit einem Messer in die richtige Form geschnitten. Damit die Platte nicht ganz so langweilig aussieht, wird dann der Rand verziert. Dazu kann der Rand an zwei Seiten etwas angehoben werden, so dass angedeutete Tragegriffe entstehen.  

Bei einer eckigen Platte können auch alle vier Ecken nach oben geklappt werden. Zudem ist es möglich, den Rand gleichmäßig zu verzieren. Dazu wird ein dünnes Hölzchen in regelmäßigen Abständen in den Ton gedrückt, so dass sich kleine Rillen ergeben.  

Mit dem gleichen Hölzchen kann dann auch der Schriftzug „Käse“ auf die Platte geschrieben werden. Etwas aufwändiger ist ein verdrehter oder geflochtener Rand. Dazu werden zwei oder drei lange dünne Tonwülste gerollt, zu einer Kordel oder einem Zopf miteinander verdreht oder verflochten und an den Rand der Platte angeschlickert.   

 

Das Verzieren der Käseplatte 

Ist die eigentliche Käseplatte fertig gestellt, folgt die Verzierung. Für eine Käseplatte bieten sich natürlich Käse und Mäuse an. Für den Käse wird etwas Ton geknetet und recht flach ausgerollt. Nun werden Käsescheiben oder Keile ausgeschnitten und mithilfe eines kleinen Glases Löcher aus dem Käse ausgestanzt. An der Stelle auf der Käseplatte, an der der Käse aufgebracht werden soll, wird der Ton etwas angeraut und der Käse mit Tonschlicker auf der Platte festgeklebt.  

Der Käse kann dabei im oberen Bereich der Käseplatte oder aber mittig platziert werden.Danach werden kleine Mäuse aus Ton geformt. Dazu wird etwas Ton zu einer Rolle gerollt. Anschließend wird die Rolle so weiter ausgeformt, dass sie im hinteren Bereich etwas breiter wird und im vorderen Bereich spitz zuläuft. Für die Nase und die Augen werden dann sehr kleine Tonkügelchen auf das spitze Ende der Rolle gedrückt. Aus zwei kleinen Tonplättchen entstehen die Ohren der Maus und aus einer langen, sehr dünnen Tonwulst der Schwanz.  

Alle Kleinteile der Maus werden fest angedrückt und die Maus anschließend ebenfalls mit Tonschlicker auf der Platte festgeklebt. Besonders hübsch sieht es dabei aus, wenn eine oder mehrere Mäuse direkt auf dem Käse platziert werden.    

Die fertige Käseplatte muss nun trocknen und wird danach gebrannt. Nach dem Schrühbrand wird die Platte bemalt. Dazu wird der Käse mit Glasur in Gelb bemalt, für die Mäuse bietet sich ein grauer Farbton an. Die Platte selbst kann in einem Farbton oder mit einem schönen Muster dekoriert werden. Nach dem Bemalen wird die Platte ein zweites Mal gebrannt und ist damit fertig.  

 

Alternativen zur Käseplatte 

In der gleichen Art und Weise können noch viele andere Servierplatten hergestellt werden. Das Grundprinzip bleibt dabei immer gleich, die Verzierung wird allerdings jeweils entsprechend abgeändert. Für eine Wurstplatte beispielsweise können Würste aus Ton geformt oder die Platte mit einem kleinen Schweinchen verziert werden.  

Für einen Obstteller können verschiedene Früchte wie beispielsweise ein Apfel, eine Birne, eine Erdbeere, eine Banane und Weintrauben als Dekoration angebracht werden. Als Dekoration für eine Gemüseplatte bieten sich Gemüsesorten wie Spargel, eine Tomate, eine Gurke oder Knoblauch an.  

Ein Kuchen- und Gebäckteller kann gestaltet werden, indem ein kleiner runder Kuchen, ein Tortenstück, eine Brezel, ein Brötchen, ein kleines Brot oder ein Hörnchen aus Ton geformt und angeschlickert werden. Eine neutrale Servierplatte, die je nach Bedarf für verschiedene Speisen verwendet werden kann, kann mit Blumenblüten oder mit unterschiedlichen Phantasieformen verziert werden.  

So können beispielsweise geometrische Körper wie ein Würfel, eine Pyramide und eine Kugel angebracht werden, genauso aber auch einfache Spiralen. 

 

Weiterführende Töpfertechniken, Tipps und Vorlagen:

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