Maritime Deko: Korallen und Vase aus Gips

Maritime Deko: Korallen und Vase aus Gips

Der Sommer ist vorbei – und mit ihm für die meisten auch die Urlaubszeit. Doch das heißt natürlich nicht, dass die schönen Erinnerungen an den Strand und das Meer nicht in der Deko festgehalten werden können.

Korallen aus Gips

Ein Tablett mit schmalen Rand, das mit Sand befüllt und ein paar Muscheln und kleineren Treibholzstücken dekoriert wird, ist dabei schon mal ein guter Anfang. Prima abgerundet wird das maritime Arrangement durch Korallen und eine Vase. Und diese beiden Elemente basteln wir selbst.

Als Bastelmaterial verarbeiten wir Modelliergips. Modelliergips ist im Bastelbedarf und im Baumarkt erhältlich. Er trocknet weiß und ist feiner als herkömmlicher Baugips. Außerdem wird Modelliergips, anders als Baugips, auch in kleinen Gebinden angeboten. Für die Bastelprojekte werden nur kleine Mengen benötigt, weshalb ein großer Sack Gips nicht notwendig ist.

Mit Gießton können die Korallen und die Vase nicht gebastelt werden. Denn Gießton muss gebrannt werden. Die Materialien, die für die Korallen und die Vase verarbeitet werden, würden den Aufenthalt im heißen Brennofen aber nicht überstehen.

Doch genug der Vorrede – jetzt wird gebastelt!:

 

Korallen aus Gips

Neben Sand und Muscheln gehören Korallen zum echten Strandflair unbedingt dazu. Echte Korallen einfach so abzubrechen, ist aber selbstverständlich ein No-Go. Doch es ist auch nicht notwendig, Nachbauten aus Plastik im Souvenirladen zu kaufen. Denn wunderschöne Korallen, die täuschend echt aussehen, lassen sich ganz einfach selbst anfertigen. Benötigt werden dafür folgende Materialien:

  • Naturschwamm, echt oder nur in dieser Optik
  • Modelliergips
  • Gefäß und Rührwerkzeug
  • Messer oder Schere
  • Frischhaltefolie als Unterlage beim Trocknen
  • Kerzenhalter (z.B. vom Adventskranz) und Heißkleber nach Wunsch

Ihre Form erhalten die Gips-Korallen durch den Schwamm. Ob dafür ein echter Naturschwamm oder ein künstlicher Schwamm, der nur wie ein Naturschwamm aussieht, verwendet wird, spielt keine Rolle. Denn entscheidend ist nicht das Material, sondern die Optik. Jedenfalls wird der Schwamm in der gewünschten Form und Größe zugeschnitten. Wer neben reinen Deko-Korallen auch eine Koralle als Kerzenständer anfertigen möchte, kann in ein Stück Schwamm ein Loch einarbeiten, in das ein Kerzenhalter passt.

Nun wird der Gips angemischt. Dafür werden ungefähr zwei Teile Gips und ein Teil Wasser in ein Gefäß gegeben und sorgfältig miteinander verrührt. Das Gefäß muss so groß sein, dass ein Schwammstück komplett hineinpasst. Der Gips wiederum darf keine Klümpchen mehr haben. Und er sollte nicht zu flüssig, aber auch nicht zu fest sein. Da der Gips recht schnell anzieht und dann dicker wird, ist es im Zweifel besser, ihn etwas flüssiger anzumischen. Das Mischungsverhältnis 2:1 sollte aber in aller Regel funktionieren.

Nun wird ein Stück Schwamm in das Gefäß gegeben, damit sich der Schwamm mit dem Gips vollsaugen kann. Wer möchte, kann hier ein bisschen nachhelfen und den Schwamm mit einem Löffel nach unten drücken. Ist der Schwamm rundherum mit Gips benetzt, wird er aus der Masse genommen und überschüssiger Gips abgestreift. Dann wird die Koralle auf ein Stück Frischhaltefolie gesetzt. Hier kann sie mit den Fingern noch etwas in Form gezupft werden. Nach und nach werden so alle Schwammstücke in Korallen verwandelt. Die Gips-Korallen müssen dann, je nach Größe, ungefähr 24 Stunden lang trocknen.

Für den Kerzenständer wird zum Schluss noch der Kerzenhalter in die trockene Gips-Koralle eingeklebt. Das geht am besten mit Heißkleber.

 

Vase mit Gips

Eine schöne Ergänzung für die maritime Deko ist eine schlichte Vase. Der obere Teil besteht aus Glas, in der unteren Hälfte hat die Vase einen Sockel aus Gips. Das sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch praktisch. Denn viele mögen keine Glasvasen, weil die Blumenstiele und das immer trübere Wasser nicht sehr ansehnlich sind. Durch den Gipssockel ist dieses Problem gelöst. Die maritime Note bekommt die Vase schließlich durch ein Stück Schnur. Benötigt werden:

  • Modelliergips
  • Gefäß und Rührwerkzeug
  • Flasche aus transparentem Weißglas, z.B. von Milch, Schlagsahne oder Fruchtsaft
  • quadratischer Tetrapack, z.B. von Milch oder Saft; der Tetrapack muss so groß sein, dass die Glasflasche hineinpasst
  • Schere
  • ein Stück Seil oder Schnur
  • Heißkleber

Zuerst wird der obere Teil vom Tetrapack abgeschnitten. Der untere Teil wird die Form für den Sockel. Und er sollte so hoch sein, dass er etwas mehr als ein Drittel der Flasche bedeckt. Dann kann der Tetrapack noch einmal gut ausgespült werden.

Während der Tetrapack trocknet, wird der Gips angerührt. Das Mischungsverhältnis steht auf der Verpackung. Der glattgerührte Gips wird nun in den Tetrapack gegossen, bis die Form gut zur Hälfte mir der Gipsmasse aufgefüllt ist. Dann wird die Glasflasche mittig in den Gips gestellt. Damit sie nicht nach oben gedrückt wird und in ihrer Position bleibt, wird die Flasche mit Wasser befüllt.

Nun muss das Ganze so stehen bleiben, bis der Gips angezogen hat. Dann kann der Tetrapack vorsichtig aufgerissen und abgenommen werden. Nachdem das Wasser aus der Flasche ausgekippt ist, muss der Gips komplett durchtrocknen. Es kann sein, dass die Kanten nicht ganz gerade und die Flächen stellenweise rau sind. Aber das macht nichts. Ganz im Gegenteil passt die Vase so erst recht zur Strand-Deko.

Zum Schluss wird ein Stück Schnur abgeschnitten, mit Heißkleber am Gipssockel festgeklebt und auf der Vorderseite verknotet. Fertig ist die maritime Vase!

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