Tonmehl

Tonmehl

Für Tonmehl gibt es zwei ganz unterschiedliche Einsatzbereiche. Zum einen wird Tonmehl verwendet, um im Gartenbau den Boden zu verbessern, und zum anderen ist Tonmehl der Grundstoff für die Herstellung von Tonschlicker. Im Folgenden soll es um die Verwendung von Tonmehl beim Töpfern gehen. Aus Ton und Wasser wird eine dickflüssige Mischung gerührt, die beim Töpfern unverzichtbar ist, nämlich der Tonschlicker.

 

Nur mit Schlicker, der auf Tonstücke gestrichen wird, die miteinander verbunden werden sollen, klebt man beim Töpfern Einzelteile zusammen, so dass sie auch beim Brennen fest zusammen halten. Engoben sind Farben, die auf der Basis von Tonmehl hergestellt werden. Engoben gibt es in pulverförmiger oder in zusammengepresster Form im Handel zu kaufen.

 

Zu Hause rühren Töpfer mit Wasser das gekaufte Pulver an, so dass farbiger Tonschlicker entsteht, mit dem alle möglichen Bilder und Muster auf den Ton gemalt werden können. Engoben können aber durchaus leuchtend bunt sein. Manche professionellen Töpfer rühren ihre Engoben nach wie vor selbst an. Dafür verwenden sie färbende Metalloxide, die zusammen mit dem Tonschlicker angerührt werden. So entstehen Farben auf natürlicher Basis, mit denen schon seit Generationen Tonobjekte verschönert werden.

 

Farben selbst herstellen

 

Für den Töpferlaien lohnt es sich eigentlich nicht, Farben selbst herzustellen, denn das Angebot im Fachhandel ist groß und dort kann man von jeder Farbe sowohl größere als auch kleinere Mengen kaufen, je nachdem, wie groß der eigene Bedarf ist. Tonmehl findet außerdem Verwendung bei Lehmbauten. Aus dem Material als Mörtel und passenden Steinen kann man sich zum Beispiel einen urzeitlichen Ofen bauen, in dem man Töpferware brennen kann.

 

In Entwicklungsländern ist dies heute noch verbreitet, um Tonarbeiten zu brennen. Natürlich kann sich jeder, der einen etwas größeren Garten und keine direkten Nachbarn hat, selbst einen solchen Brennofen bauen, bei dem die Keramik im Freien direkt im Feuer gebrannt wird.

 

Besonders für das Brennen von Raku-Keramik sind solche Öfen geeignet, aber sie bringen natürlich auch eine entsprechende Rauchbelästigung und viel Arbeit mit sich. Eine Anleitung für den Bau eines solchen Ofens findet sich in guter Fachliteratur.

 

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