Fotos töpfern

Nach Fotos töpfern

Wie die Malerei, die Bildhauerei und die Fotografie gehört auch das Töpfern zu den bildenden Künsten. Das bedeutet aber natürlich auch, dass man ohne Fotos nur schlecht Töpferideen nacharbeiten kann. Die meisten Interseiten und Bücher, die sich mit dem Töpfern beschäftigen, lassen deshalb auch Bilder sprechen.

 

Amateure präsentieren ihre Kunstwerke auf ihren eigenen Homepages oder sie stellen Fotos von ihrer Töpferware in Bastler-Foren ein. Als Hobby-Töpfer kann man sich dabei sicherlich viele Anregungen und Ideen aus dem Internet holen, aber sehr oft wird keine Anleitung mitgeliefert, wie man das Kunstwerk selbst nachtöpfern kann. In Büchern zum Thema Töpfern gibt es neben einem Foto mit dem Endprodukt der Töpferarbeit meistens auch eine ausführliche Anleitung. So kann man sich besser vorstellen, wie die einzelnen Teile aus Ton aneinandergesetzt werden müssen, um das gewünschte Resultat zu erzielen.

 

Wertvolle Hilfe für Anfänger

 

Besonders für Anfänger ist das nach Fotos Töpfern eine wertvolle Hilfe beim Erlernen einer neuen Töpfertechnik. Besonders die Platten- und die Wulstttechnik lassen sich sehr schön, Schritt für Schritt, in Bildern darstellen.

 

Nach Fotos zu töpfern hat aber natürlich auch seine Tücken, denn manchmal gibt es nicht für jeden Arbeitsschritt ein eigenes Foto, so dass man etwas Wichtiges vergessen kann, wenn man sich nur auf das Anschauungsmaterial verlässt. Auch die Oberflächengestaltung mancher Tonobjekte ist nicht so einfach, wie es auf einem Foto der Töpferware aussieht. Manche interessanten Effekte kommen nur durch aufwändige Techniken zustande. Bestimmte Muster entstehen erst beim Brennen, wenn eine bestimmte Glasur oder Brenntechnik verwandt wurde.

 

Unterschiedliche Auftragweise von Mustern

 

Das Auftragen von Mustern kann ebenfalls auf ganz unterschiedliche Weise entstehen. Bunte Spritzer lassen manche Töpfer mit der Zahnbürste entstehen, komplizierte Muster sind manchmal schon in den Ton eingearbeitet.

 

Ein anderes Mal entstehen detailreiche Bilder, in dem man die Flächen, die nicht bunt werden sollen, einfach mit Wachs oder Papier abdeckt.

 

Viele Dekorationen sind also nicht so einfach wie sie aussehen. Deshalb sollte sich ein wenig geübter Töpfer nicht von einem schönen Foto blenden lassen und einfach darauf los arbeiten. Nur, wenn man weiß, wie die Töpferarbeit entstanden ist, gibt es keine Enttäuschung beim eigenen Nacharbeiten zuhause.

 

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Ein Gedanke zu „Fotos töpfern“

  1. Was die Muster angeht, kann ich einen Tipp beisteuern. Wenn man den Ton nicht auf einer glatten Fläche ausrollt, sondern z.B. auf Tapete oder einer anderen Fläche mit Struktur, entsteht ganz automatisch ein hübsches Oberflächenmuster.

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