Anleitung für Lichthäuschen in zwei Varianten

Anleitung für Lichthäuschen in zwei Varianten

Vor allem in der kalten und dunklen Jahreszeit sorgt Kerzenlicht für eine gemütliche und behagliche Atmosphäre. Aber auch im Sommer tut es gut, es sich bei Kerzenschein auf dem Balkon oder im Garten gemütlich zu machen und den Tag entspannt ausklingen zu lassen. Ein Motiv, das dabei als Deko das ganze Jahr über passt, sind Häuser.

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Anleitung für Lichthäuschen in zwei Varianten

Und wie mit wenigen Handgriffen hübsche Lichthäuschen aus Modelliermasse angefertigt werden können, erklären wir in dieser Anleitung. Dabei präsentieren wir gleich zwei verschiedene Varianten!:

Die Materialliste für die Lichthäuschen

  • Lufttrocknende Modelliermasse

  • Acrylroller oder Nudelholz

  • Tonkarton oder Pappe für die Schablonen

  • Messer

  • Zahnstocher oder Nadel

  • Teelichthalter aus Glas

  • Heißkleber

  • Schleifpapier

Die Anleitung für die Lichthäuschen

Die Lichthäuschen sind schnell und einfach gemacht. Es dauert zwar ein bisschen, bis die Modelliermasse getrocknet ist. Doch der Vorteil ist, dass sie im Unterschied zu herkömmlichem Ton nicht gebrannt werden muss.

Besonders schön sieht es aus, wenn mehrere Lichthäuschen zu einem kleinen Dorf zusammengestellt werden. Dieses kann ganz schlicht bleiben und für sich wirken.

Je nach Jahreszeit kann das Dorf aber auch mit weiterer Deko ergänzt werden, so zum Beispiel Blumen im Frühling, Hasen und Eier zu Ostern, Muscheln im Sommer, Blätter, Kastanien und Waldtiere im Herbst oder Kugeln und Tannenbäume im Winter. Auf diese Weise ist eine Deko fürs ganze Jahr vorhanden.

Also, fangen wir an!:

Die Schablonen anfertigen

Damit sich die Modelliermasse später schneller und einfacher zuschneiden lässt, werden zunächst Schablonen angefertigt. Dafür die Vorderseite eines Hauses mit Fenstern und der Tür auf ein Stück Pappe aufzeichnen.

Für jedes Lichthäuschen wird eine Front benötigt, die Lichthäuschen in der zweiten Variante bekommen jeweils eine Vorderseite und eine Rückseite. Die Lichthäuschen können alle die gleiche Grundform und Größe haben.

Möglich ist aber natürlich auch, verschiedene Formen zu gestalten. Und wer Anregungen braucht oder selbst nicht zeichnen möchte, findet im Internet jede Menge Vorlagen für Häuser. Am besten eignen sich für dieses Bastelprojekt übrigens Ausmalbilder für Kinder.

Sind genug Formen vorhanden, die Schablonen mit der Schere oder einem Teppichmesser ausschneiden.

Die Modelliermasse ausrollen

Jetzt ein Stück Modelliermasse vom Block abschneiden und die Packung gleich wieder verschließen, damit die Masse an den Rändern nicht austrocknet. Dann das Tonstück kräftig durchkneten. Durch das Kneten wird die Masse geschmeidiger.

Nach dem Kneten aus der Masse eine Kugel formen und gleichmäßig zu einer gut 0,5 cm dicken Platte ausrollen. Für das Ausrollen eignet sich ein Acrylroller am besten. Denn er hat eine ganz glatte Oberfläche, die keine Spuren im Ton hinterlässt.

Ein normales Nudelholz funktioniert aber genauso. Wer möchte, kann den Ton vor dem Ausrollen in einen Gefrierbeutel legen. Dadurch bleibt das Nudelholz sauber und es entstehen weniger Strukturen im Ton.

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Sind weder ein Acrylroller noch ein Nudelholz vorhanden, leistet eine Glasflasche als Ersatz gute Dienste.

Die Häuser ausschneiden

Auf die Tonplatte jetzt eine Schablone legen und das Häuschen mit einem scharfen Messer ausschneiden. Dazu zuerst die Konturen des Hauses nachfahren und anschließend Details wie die Tür und die Fenster ausschneiden.

Wer kleine Ausstecher für Plätzchen hat, die von der Form her passen, kann sie ebenfalls verwenden, um die Details zu gestalten. Mit dem Zahnstocher oder einer Nadel können dann noch weitere Verzierungen in den Ton geritzt werden.

Sehr schön sieht außerdem aus, wenn die Tür und die Fenster mit kleinen Löchern umrundet sind. Ist eine Hausform fertig, kann sie zum Trocknen beiseite gelegt werden.

Für die Lichthäuschen in Variante 1 wird jeweils nur eine Hausfront benötigt. Die Lichthäuschen in Variante 2 bekommen je eine Front und eine Rückseite. Diese können gleich oder unterschiedlich aussehen. Für die Verbindung sind außerdem Seitenteile notwendig. Dafür werden einfach Rechtecke in der gewünschten Länge und Breite zugeschnitten.

Wichtig ist nur, darauf zu achten, dass die beiden Rechtecke gleich groß sind, damit die Hausteile später zusammenpassen.

Die Lichthäuschen zusammenbauen

Die Modelliermasse muss komplett durchtrocknen. Eine Nacht sollte dafür aber ausreichen. Dass die Modelliermasse ausgehärtet ist, lässt sich daran erkennen, dass sie gleichmäßig weiß ist.

Sollten an den Rändern kleinere Unebenheiten vorhanden sein, können sie mit Schleifpapier geglättet werden.

Für die einfache Variante der Lichthäuschen Heißkleber auf einen Teelichthalter auftragen und ihn an einer Häuserfront festkleben. Damit ist dieses Lichthäuschen auch schon fertig.

Für die etwas aufwändigere Version zwei Seitenteile mit Heißkleber zwischen einer Front und einer Rückseite befestigen. Das Teelicht kann dann lose in das Lichthäuschen gestellt werden.

Auf diese Weise alle Tonteile verarbeiten. Dann können die Lichthäuschen auch schon arrangiert und nach Wunsch weiter ausdekoriert werden.

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Maike Wetzold, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, Tobias Naue (Keramikmeister), die Youtuberin Sevilart ( Kreativ- Deko- & Bastelvideos), sowie Ferya & Christian Gülcan, Betreiber/in und Redakteur/in dieser Webseite und Inhaber von koozal Design ( Kunst, Malerei, Import & Handel getöpfertes Kunsthandwerk), schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen, Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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