Anleitung für eine Dekoschale in Herbstblattform

Anleitung für eine Dekoschale in Herbstblattform

Zwar werden im Herbst die Tage kürzer, es regnet oft und es wird neblig, trüb und grau. Aber die Natur zaubert noch einmal ein tolles Farbspiel. Für alle, die sich die schönen Farben des bunten Herbstlaubs in die eigenen vier Wände holen möchten, haben wir eine Idee. Wir töpfern nämlich kleine Dekoschalen in Form von Herbstblättern!

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Anleitung für eine Dekoschale in Herbstblattform

Die Materialien für Dekoschalen in Herbstblattform

  • lufttrocknender Ton

  • verschiedene Blätter

  • Nudelholz

  • kleines, scharfes Messer

  • Schälchen mit Wasser

  • Schüsseln, Schalen oder Suppenteller in verschiedenen Größen

  • Acrylfarbe und Pinsel

  • transparenter Schutzlack

Die Anleitung für Dekoschalen in Herbstblattform

Für die Dekoschalen dient die Natur als Vorbild. Wir formen nämlich tatsächlich echte Blätter ab und bekommen dadurch eine authentische Deko, die den Herbst einfängt. Bevor das Basteln beginnen kann, ist deshalb ein Spaziergang angesagt. Dabei verschiedene Blätter in unterschiedlichen Größen und Formen sammeln.

Eine sehr schöne Form haben zum Beispiel Ahorn- und Kastanienblätter. Allerdings sollten die Blätter noch frisch sein. Dann sind sie nämlich flach, weich und biegsam, während sich trockenes Laub wellt und zerbröseln würde.

Wer draußen in der Natur nicht mehr fündig wird, keine Zeit für Spaziergänge hat oder noch mehr Abwechslung möchte, kann natürlich auch auf Blätter von Zimmerpflanzen zurückgreifen.

Schritt 1: den Ton ausrollen

Ein kleines Stück Ton abschneiden, aus dem eine Schale geformt wird. Den übrigen Tonblock gleich wieder luftdicht verschließen, damit die Masse nicht austrocknet.

Nun den Ton zunächst mit den Händen gut kneten. Durch das Kneten wird der Ton weich, geschmeidig und lässt sich besser verarbeiten. Außerdem entweichen auf diese Weise mögliche Luftbläschen.

Dann den Ton auf eine Unterlage legen und mit dem Nudelholz ungefähr fünf Millimeter dick ausrollen. Viel dünner sollte der Ton nicht ausgerollt werden, denn beim Trocknen zieht er sich noch etwas zusammen. Ist der Ton zu dünn, könnte die Schale später brechen.

Außerdem wird der Ton im nächsten Schritt ohnehin noch etwas dünner.

Schritt 2: ein Blatt übertragen

Auf den ausgerollten Ton ein Blatt legen. Dabei das Blatt so positionieren, dass seine Vorderseite nach oben zeigt und seine Rückseite auf dem Ton aufliegt. Dann mit dem Nudelholz noch einmal über den Ton rollen.

In alle Richtungen über das Blatt fahren und leichten Druck ausüben. Auf diese Weise überträgt sich die Blattstruktur auf den Ton.

Anschließend ein kurzes, scharfes Messer nehmen und das Blatt damit rundherum ausschneiden. Den Stiel ruhig ebenfalls ausschneiden. Bleibt er dran, wirkt die Schale noch authentischer. Ist die Kontur ausgeschnitten, das Blatt vorsichtig abziehen.

Schritt 3: die Schale formen

Nach dem Ausschneiden sind die Kanten des Tonblattes etwas rau und unsauber. Deshalb werden nun die Ränder geglättet. Dafür das Blatt vorsichtig von der Unterlage abnehmen und am besten in eine Handfläche legen.

Den Zeigefinger der anderen Hand leicht befeuchten und damit an der Kante entlang streichen. Wichtig ist, so wenig Wasser wie möglich zu nehmen, damit sich nichts verformt und die übertragenen Blattstrukturen nicht verlaufen.

Jetzt das Blatt in eine Schale, eine Schüssel oder einen Suppenteller legen. So kann das Blatt die Wölbung annehmen. Lufthärtender Ton trocknet von alleine an der Luft aus. Deshalb muss die Masse nicht im Ofen gebrannt werden. Stattdessen die Schale oder Schüssel mit dem Tonblatt darin einfach beiseite stellen und trocknen lassen.

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Je nach Größe und Dicke des Tons dauert es ungefähr zwei bis drei Tage, bis der Ton komplett ausgehärtet ist. Zu erkennen ist das daran, dass der Ton gleichmäßig weiß sind. Während er trocknet, verändert sich die Farbe nämlich.

Die schon trocknen Stellen, meist die Ränder, sind bereits hell, die noch feuchten Stellen hingegen dunkler.

Schritt 4: die Schale einfärben und versiegeln

Die getrocknete Dekoschale vorsichtig aus der Schüssel nehmen. Nun kann sie mit Acrylfarbe eingefärbt werden. Als Farbtöne bieten sich Herbstfarben wie Gelb, Orange, Rot und Braun, aber auch metallische Töne wie Gold oder Kupfer an.

Je nach Farbe sind oft zwei Anstriche notwendig, damit die Farbe gleichmäßig und vollständig deckt. Die erste Farbschicht betont meist die Blattstruktur.

Wer möchte, kann es natürlich auch dabei belassen. Genauso ist möglich, zwei verschiedene Farben übereinander zu legen. Und auch in schlichtem Weiß machen die Dekoschalen eine gute Figur.

Lufttrockender Ton reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Ist die Acrylfarbe trocken, sollten die Dekoschalen deshalb mit einem transparenten Schutzlack versiegelt werden. Dadurch sind sie zwar nicht wasserfest, aber zumindest wasserabweisend. Wenn auch der Schutzlack trocken sind, sind die herbstlichen Dekoschalen fertig!

Tipp

Die Dekoschalen können je nach Größe zum Beispiel für Kleinkram im Bad oder als Ablage für den Schlüsselbund im Flur verwendet werden. Kleine Blätter hingegen sorgen zusammen mit Kastanien, Tannenzapfen und Äpfeln für eine herbstliche Deko auf dem Tisch.

In kleine Blätter können mit einem Zahnstocher oder einer Stricknadel auch Löcher in den noch feuchten Ton gestochen werden.

Diese Blätter lassen sich dann als Fensterdeko nutzen, zu einem Mobile verarbeiten oder als Geschenkanhänger verwenden. Auch als Verzierung für einen Herbstkranz eignen sie sich prima.

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Maike Wetzold, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, Tobias Naue (Keramikmeister), die Youtuberin Sevilart ( Kreativ- Deko- & Bastelvideos), sowie Ferya & Christian Gülcan, Betreiber/in und Redakteur/in dieser Webseite und Inhaber von koozal Design ( Kunst, Malerei, Import & Handel getöpfertes Kunsthandwerk), schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen, Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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