Töpfern

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Herzlich Willkommen bei unseren Portal zum Töpfern,  als Handwerkskunst und Hobby für Arbeiten mit Ton und Keramik.

                    Tipps und Anleitungen zum Töpfern

Ob mit Anleitungen und Produkte für Anfänger oder Fortgeschrittene, hoffen wir mit unseren Töpfertechniken, Beispielen, Mustern und Videos ihren Bedürfnissen gerecht zu werden, sowie für einige tolle Inspirationen zu sorgen.

Übersichten zu Töpfereien und Materialien finden Sie in unseren regionalen Teil der Homepage. Gerne veröffentlichen wir Bilder ihrer Töpfer-Kunstwerke und Tipps auf dieser Webseite, senden Sie hierfür eine kurze E-Mail (siehe Impressum)

Das ganze Team wünscht Ihnen viel Spaß beim stöbern.   

Handwerkstechniken mit Ton

Menschen stellen schon seit der Jungsteinzeit kleine Figuren aus Ton her. Damit ist das Herstellen von Gegenständen aus Keramik eine der ältesten Handwerkstechniken überhaupt. Die ersten Gefäße aus Ton, wie Schüsseln und Krüge, sind ungefähr 18.000 Jahre alt und stammen aus China. Überraschenderweise gibt es auch die Töpferscheibe schon seit dem 6. Jahrtausend vor Christi Geburt.

                    Töpferwaren und Töpfereien

Forscher sind der Ansicht, dass sich aus der Töpferscheibe auch das Rad entwickelt hat. Nach der Erfindung der Töpferscheibe beginnt nach und nach die Produktion von Keramik im großen Stil. Jeder Mensch verfügt in seinem Haushalt über eine Vielzahl von industriell hergestellten Produkten aus Keramik, aber das Individuelle, das Besondere hat nur, wer selbst töpfert.

Wie schon in der Steinzeit kann man mit seinen eigenen Händen praktische oder dekorative Gegenstände schaffen, die niemand sonst hat. Der Hobby-Töpfer hat dabei die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Arten von Ton und es gibt auch eine Vielzahl von verschiedenen Techniken, um die Oberfläche der Keramik zu verzieren. Im Gegensatz zu Bastelarbeiten aus Papier oder Stoff sind Tongefäße sehr lange haltbar.

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Weiterführende Fachartikel, Tipps und Übersichten: 

Kapitel 2:

Kapitel 3:

Aufbautechnik für Hobby-Töpfer 

Viele Menschen denken, wenn sie den Begriff „Töpfern“ hören, sofort an einen Handwerker, der an einer sich drehenden Töpferscheibe sitzt. Gerade für Anfänger eignet sich aber die Aufbautechnik am besten, um diese Handwerkstechnik kennen zu lernen.

Dafür braucht der Hobby-Töpfer keine Töpferscheibe und kaum Werkzeug und als Arbeitsunterlage reicht ein normaler Küchentisch vollkommen aus. Bei der Aufbaumethode dreht der Bastler in seiner Hand dünne Wülste aus Ton.

Diese Wülste werden nach Anleitung übereinander geschichtet, bis sich daraus zum Beispiel der Rand einer Schüssel ergibt. Danach streicht man die Oberfläche des Tons außen und innen glatt, bis man das gewünschte Ergebnis erreicht hat. Den Boden kann man herstellen, indem man den Ton einfach mit einem Nudelholz ausrollt, bis er dünn genug ist. Auf diese Art kann jeder für sich zu Hause ausprobieren, ob er Spaß am Töpfern hat.

Zum Brennen kann man die hergestellten Gegenstände zum Beispiel in eine Töpfer-Werkstatt bringen. Dabei sollte man aber nicht vergessen, den Ton vorher trocknen zu lassen.

Weiterführende Töpfertechniken, Töpferanleitungen
und Ratgeber aus unseren Blog:

Thema: Töpfern

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Tipps zum Brand von Töpferarbeiten 

Tonarbeiten werden nach ihrer Fertiggestellung zunächst getrocknet und anschließend dann in aller Regel gebrannt. Dabei werden die Tonarbeiten, die schon getrocknet, aber noch nicht gebrannt sind, auch als Grünware bezeichnet und in vielen Fällen gibt es zwei Brenngänge, nämlich zum einen den Rohbrand und zum anderen den Glasurbrand.  

Der Brand der Tonwaren gehört zu den kritischsten Arbeitsschritten, denn wenn die Tonmasse nicht richtig verarbeitet wurde, kann es passieren, dass die Tonwaren reißen oder schlimmstenfalls regelrecht explodieren.

 

Hier daher die wichtigsten Infos und Tipps
zum Brand von Töpferarbeiten:

 

  • Der Rohbrand.

Beim Rohbrand können die einzelnen Werkstücke so in den Brennofen gestellt werden, dass sie sich berühren, möglichst ist zudem auch, sie ineinander zu stapeln. Allerdings sollten die Tonwaren nicht ineinander gestellt werden, wenn sie später nicht glasiert werden, denn ansonsten könnten die Farben ungleichmäßig ausfallen.  

Die Wärme innerhalb des Ofens steigt von unten nach oben. Daher sollten große Werkstücke in dem unteren Bereich des Ofens platziert werden, kleinere Werkstücke entsprechend weiter oben. Während des Rohbrandes, der auch als Schrühbrand, Vorbrand oder Biskuitbrand bezeichnet wird, ist eine langsame Steigerung der Brenntemperatur wichtig. Dies ist deshalb sehr wichtig, weil der Ton jetzt noch kristallin gebundenes Wasser enthält.  

Je langsamer sich die Temperatur erhöht, desto weniger Druck entsteht und der Wasserdampf kann allmählich entweichen. Bei Lufteinschlüssen oder bei einer zu schnellen Aufheizung würden die Werkstücke durch den Druck des Wasserdampfes zerbersten.  

Normalerweise erfolgt der Brand bis zu einer Temperatur von 650 Grad mit 100 Grad pro Stunde, danach erhöht sich die Temperatur bis zu etwa 960 Grad um 150 Grad pro Stunde. Die Endtemperatur bleibt dann für etwa 20 Minuten erhalten, wobei bei großen, dicken und empfindlichen Tonarbeiten die Aufheizgeschwindigkeit auch deutlich langsamer ausfallen kann.  

Nach dem Rohbrand lösen sich die Töpferwaren, die jetzt als Schrühware oder Tonscherben bezeichnet werden, in Wasser nicht mehr auf, sind aber dennoch weiterhin porös.

 

  • Der Glasurbrand.

Hierbei dürfen die glasierten Tonwaren keinerlei Berührungspunkte zu anderen Objekten oder Teilen des Brennofens haben. Sinnvoll ist dabei, die Werkstücke so zu platzieren, dass sie einen Abstand von zwei bis drei Zentimetern zu allen Seiten hin haben.  

Durch den Glasurbrand schmelzen die aufgebrachten Glasuren auf und verbinden sich mit dem Werkstück. Da dieses jedoch kein Wasser mehr erhält, ist eine schnellere Aufheizung des Ofens möglich. Wie lange und bei welchen Temperaturen gebrannt wird, hängt von dem Ton sowie von der verwendeten Glasur ab.  

Wichtig ist daher, die Anweisungen des Herstellers genau zu befolgen, denn wenn bei zu hohen Temperaturen gebrannt wird, kann es passieren, dass sich die Masse lavaähnlich verflüssigt.

 

  • Abkühlung

Nach dem Brand werden die Tonwaren nicht direkt aus dem Ofen genommen, denn die schlagartige Abkühlung könnte zu Rissen und Sprüngen im Ton und in der Glasur führen.  

Prinzipiell werden die Werkstücke erst dann aus dem Ofen genommen, wenn die Temperatur im Ofen unter 100 Grad beträgt. Um die Abkühlzeit zu reduzieren, ist es jedoch möglich, die Tür des Brennofens einen etwa ein bis zwei Zentimeter großen Spalt zu öffnen. 

Übersicht zur Grundausstattung für das Töpfern 

Das Töpfern gehört zu den Hobbys, durch die es nicht nur möglich ist, schöne, dekorative und kreative, sondern auch praktische und nützliche Gegenstände herzustellen. Dabei blickt das Handwerk des Töpferns auf eine schon sehr lange Geschichte zurück.  

Die ersten getöpferten Vorratsgefäße stammen aus der Jungsteinzeit, in der sich der Ackerbau entwickelte. Schon damals waren die Gefäße verziert, hatten also nicht nur einen praktischen Nutzen, sondern dienten vermutlich auch der Dekoration.

Im antiken Griechenland und im alten China entwickelte sich das Töpfern zu einer wahren Kunstform, die immer weiter verfeinert wurde. Wer heute an das Töpfern denkt, hat meist einen Kunsthandwerker vor Augen, der in seinem kleiner Werkstatt sitzt und Gegenstände aus Ton mithilfe einer Töpferscheibe formt. 

Allerdings kennt das Töpfern auch zahlreiche andere Techniken, die ohne die Töpferscheibe auskommen und sich vor allem für Anfänger deutlich besser eignen. Um mit dem Töpfern zu beginnen, werden nur wenige Gegenstände und Hilfsmittel benötigt.  

 

Hier eine Übersicht zur Grundausstattung fürs Töpfern: 

 

  • Ton.  

Das Wichtigste beim Töpfern ist natürlich der Ton.  

Welche Tonsorte verwendet wird, hängt in erster Linie davon ab, welche Art von Gegenstand getöpfert werden soll und welche Töpfertechnik dabei eingesetzt wird.  

Einige Tonsorten eignen sich besonders gut, wenn der Ton von Hand bearbeitet wird, also Techniken wie die Plattentechnik, die Wulsttechnik oder die Dramendrucktechnik zum Einsatz kommen. Andere Tonsorten sind vor allem für das Drehen auf der Töpferscheibe gedacht. 

 

  • Werkzeuge.  

Als Grundausstattung werden ein Schneidedraht, eine Modellierschlinge, eine Drehschiene und ein Schwamm benötigt. Zum Anrauen der Stellen, an denen zwei Teile miteinander verbunden werden, genügen eine Gabel oder eine Zahnbürste.  

Neben fertig gekauften Werkzeugen können die meisten Töpferwerkzeuge auch selbst gebastelt oder Dinge aus dem Haushalt zweckentfremdet werden. Wird häufiger getöpfert, können nach und nach weitere Werkzeuge dazugekauft werden, wobei die meisten Töpfer mit gekauften und mit selbst hergestellten Werkzeugen arbeiten. 

 

  • Töpferscheibe.  

Wer zu Hause Drehkeramik herstellen möchte, muss sich früher oder später eine eigene Töpferscheibe zulegen.  

Diese gibt es in drei Varianten. Elektrodrehscheiben werden in unterschiedlichen Größen angeboten, professionellere Drehscheiben verfügen über einen Sitz, sind höhenverstellbar und mit einem Fußpedal ausgestattet.  

Fußdrehscheiben werden mithilfe einer Kurbelwelle oder per Pedal angetrieben und Schwungmassen-Drehscheiben verfügen über ein schweres, großes Schwungrad, das mit den Füßen oder durch einen Stock in Bewegung gebracht wird.

 

  • Brennofen.  

Es gibt viele Möglichkeiten, wohin die eigenen Töpferwaren zum Brennen gebracht werden können. Insofern lohnt es sich für die meisten Hobbytöpfer nicht, einen eigenen Brennofen zu kaufen, der nicht nur in der Anschaffung recht teuer ist und einen geeigneten Aufstellort benötigt, sondern auch recht hohe Energiekosten verursacht.

Redaktion

Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister), sowie Ferya Gülcan, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

2 Gedanken zu „Töpfern“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit können Sie mir ja ein paar Tipps und Hinweise Info zum Töpfern geben.

    Danke.

    Mit freundlichem Gruss,

  2. Tolle Seite! Vielen Dank für die vielen Tipps zum Töpfern, hat mir sehr weitergeholfen. Bitte weiter so. Grüße Laura

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