Gartenzwerge aus Beton – so geht’s

Gartenzwerge aus Beton – so geht’s

Gartenzwerge sind ein echter Klassiker in deutschen Gärten. Doch es müssen nicht immer Zwerge in den typischen Ausführungen sein. Wir zeigen in dieser Anleitung, wie moderne Gartenzwerge aus Beton gegossen werden können!

Gartenzwerge aus Beton - so geht's

Gartenzwerge aus Beton – die Materialien

  • Gartenzwerg als Vorlage

  • Sand und tiefes Backblech oder anderes Gefäß für die Gießform

  • Löffel als Modellierwerkzeug

  • Kreativ-Beton

  • Plastikschüssel und Rührwerkzeug

  • Wasser

  • Farbe oder Lack und Pinsel nach Wunsch

  • Holz- oder Metallstab als Bodenstecker für einen freistehenden Zwerg

Der Gartenzwerg, der die Vorlage für seinen Kumpel aus Beton ergibt, kann ruhig Beschädigungen aufweisen. Denn er wird nur benötigt, um die Grundform anzulegen.

Als Sand ist herkömmlicher Sandkastensand gut geeignet. Dieser Sand ist aber oft nur in großen Gebinden mit zum Beispiel 20 kg erhältlich. Für einen recht großen Betonzwerg wird entsprechend viel Sand benötigt, um die Gießform herzustellen. Wird der Betonzwerg hingegen klein, ist Vogelsand eine gute Alternative. Vogelsand gibt es nämlich auch in kleinen Gebinden.

Neben Sand wird für die Gießform ein Gefäß benötigt. Das Gefäß sollte so groß sein, dass der Gartenzwerg gut hineinpasst und rundherum noch Platz bleibt. Je nach Format des Gartenzwergs können deshalb zum Beispiel ein tiefes Backblech, eine Plastikwanne oder ein Betonkübel zum Einsatz kommen.

Kreativ-Beton ist im Bastelbedarf erhältlich. Normaler Fertigbeton aus dem Baumarkt ist weniger gut geeignet. Denn dieser Beton hat eine gröbere Körnung und braucht länger, bis er ausgehärtet ist. Hinzu kommt, dass er in großen Säcken verkauft wird. Doch soviel Beton wird für die Zwerge nicht benötigt.

Gartenzwerge aus Beton – so geht’s

Die Beton-Gartenzwerge sind eine moderne Interpretation der klassischen Gartenzwerge. Sie bringen eine schöne Abwechslung in das übliche Bild und machen als originelle Deko eine prima Figur. Dabei ist es gar nicht schwer, die Zwerge aus Beton zu gießen. Wer möchte, kann deshalb gleich mehrere Exemplare anfertigen und ein Ensemble zusammenstellen oder die Zwerge als pfiffiges Geschenk weitergeben.

Also, fangen wir an!:

  1. Schritt: die Gießform vorbereiten

Zuerst wird das Gefäß für die Gießform mit Sand befüllt. Anschließend reichlich Wasser hinzufügen und den Sand durchkneten. Der Sand muss gut durchfeuchtet sein. Die Nässe stimmt, wenn sich der Sand so formen lässt wie beim Bauen einer Sandburg.

Mit den Händen sollte der Sand dann noch etwas aufgelockert werden, damit er keine kompakte Masse ergibt, sondern den Abdruck des Zwergs gleich gut annimmt.

  1. Schritt: den Zwerg modellieren

Nun wird der Gartenzwerg mit dem Gesicht nach unten in den feuchten Sand gedrückt. Dann den Sand um den Zwerg herum etwas nach oben schieben und fest andrücken. Der Rand, der auf diese Weise entsteht, sorgt dafür, dass der Beton nicht verläuft. Anschließend kann der Gartenzwerg aus dem Sand herausgenommen werden.

Wenn der Sand ein wenig bröckelt, macht das nichts. Zerfällt die Form hingegen, ist der Sand zu trocken. Dann sollte er noch einmal gut durchfeuchtet und der Abdruck frisch gemacht werden.

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Tipp:

Wer den Betonzwerg größer anfertigen möchte, kann die Füße des Gartenzwergs ein Stück nach unten versetzt in den Sand drücken. Dadurch verlängern sich die Beine des Zwergs. Umgekehrt kann auch der Kopf samt Zipfelmütze etwas oberhalb des ersten Abdrucks neu in den Sand gedrückt werden. So wird der Oberkörper des Betonzwergs länger.

Der Abdruck im Sand kann nun noch etwas ausmodelliert werden. Dazu die Formen mit dem angefeuchteten Finger oder einem Löffel vorsichtig ausarbeiten. Dabei können natürlich auch Details verändert werden, zum Beispiel indem der Betonzwerg eine längere Nase, einen kürzeren Bart oder ein eingeritztes Muster in der Zipfelmütze bekommt.

  1. Schritt: den Betonzwerg gießen

Ist die Form soweit fertig, kann der Beton angerührt werden. Dazu eignet sich am besten eine Schüssel oder ein Gefäß aus Kunststoff. Denn ein Plastikgefäß lässt sich problemlos wieder reinigen. In den Beton wird soviel Wasser eingerührt, dass die Masse gießfähig, aber nicht zu flüssig ist. Auf der Verpackung finden sich Angaben zum Mischungsverhältnis.

Dann wird der Sand-Abdruck mit dem Beton aufgefüllt. Dabei am besten mit kleineren Details wie dem Gesicht beginnen. So ist sichergestellt, dass die Vertiefungen komplett ausgefüllt sind.

Tipp:

Sollte der angerührte Beton nicht ausreichen, kann eine weitere Portion angerührt und die Form gegossen werden. Falls aber nur sehr wenig Beton fehlt, ist auch möglich, ein paar größere Steine in die Masse zu geben. Die Steine heben den Betonspiegel an und sind später nicht zu sehen.

Die Technik bringt es mit sich, dass der Betonzwerg eine flache Rückseite hat. Wenn er später nicht nur an eine Wand angelehnt werden, sondern frei stehen soll, kann direkt in den nassen Beton ein Holz- oder Metallstab eingelegt werden.

Beim Aushärten fixiert der Beton den Stab und der Zwerg hat automatisch einen Bodenstecker.

Der Beton muss nun aushärten. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie groß und wie dick der Betonzwerg ist. Mindestens über Nacht sollte die Form aber auf jeden Fall beiseite gestellt werden.

  1. Schritt: den Betonzwerg fertig stellen

Wenn der Beton abgebunden hat, kann der Zwerg aus dem Sand herausgenommen werden. Um die Sandreste zu entfernen, den Zwerg am besten mit Wasser abspülen.

Für einen modernen Look im angesagten Industriestil kann der Betonzwerg so bleiben, wie er ist. Wer möchte, kann den Zwerg aber natürlich auch bunt bemalen oder lackieren. Die Kombination aus Betonfarbe mit einem Metallic-Ton sieht zum Beispiel toll aus. Sobald die Farbe trocken ist, ist der selbstgemachte Gartenzwerg aus Beton fertig!

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Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister), sowie Ferya Gülcan, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.

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