Fragen – Tonkonsistenz bis zum Glasieren

Die wichtigsten Fragen rund ums Töpfern,

von der richtigen Tonkonsistenz bis zum Glasieren 

Das Töpfern gehört sicherlich zu den handwerklichen Hobbys, die viele Möglichkeiten zur Umsetzung der Kreativität und der eigenen Ideen bieten. Insbesondere am Anfang, aber auch im späteren Verlauf und nach dem erfolgreichen Herstellen einiger eigener Töpferwaren kommen jedoch immer wieder Fragen auf.  

Diese Fragen können sich dann ebenso auf die richtige Tonkonsistenz oder das Glasieren beziehen wie auch darauf, weshalb immer wieder gewisse Schwierigkeiten beim Töpfern auftreten.

 

Hier daher die wichtigsten Fragen und Antworten
rund ums Töpfern in der Übersicht:
 

 

Weshalb neigen Tonarbeiten, die mittels der Aufbautechnik gearbeitet wurden,
dazu, nach oben hin dünner oder instabil zu werden?
 

Anfänger, die mit der Aufbautechnik arbeiten, neigen oft dazu, die einzelnen Tonwülste miteinander zu verbinden, indem sie diese zwischen den Fingern und dem Daumen zusammendrücken. Dadurch entsteht jedoch keine wirkliche Verbindung, sondern die Tonwülste werden vielmehr plattgedrückt.  

Hilfreich ist daher, eine Tonwulst zunächst auf das Werkstück aufzulegen und erst dann den Ton an der Nahtstelle zu verbinden. Dazu sollte etwas Ton von der neuen Tonwulst mit dem darunterliegenden Ton verstrichen werden.  

Generell ist sowohl bei der Aufbau- als auch bei der Plattentechnik wichtig, jedes Tonstück, das mit einem anderen verbunden wird, mit diesem zu verstreichen. Ist die Innenseite der Verbindungsstelle verstrichen und glatt, kann anschließend die Außenseite bearbeitet werden.    

Zudem sollte bei der Aufbau- und der Plattentechnik darauf geachtet werden, dass die Wände der Töpferarbeit nicht stärker sind als drei Zentimeter. Stärkere Wände könnten beim Brennen reißen und sollten daher ausgehöhlt werden.  

 

Welche Konsistenz sollte der Ton haben,
um beispielsweise zu Platten geschnitten werden zu können?
 

Bei weichen, fließenden Formen ist es wichtig, dass der Ton ausreichend weich und elastisch ist. Als sehr hilfreich erweist es sich dabei, wenn der Ton geknetet und nach dem Ausrollen um ein rundes Gefäß gelegt wird, das mit Zeitungspapier oder Folie umwickelt ist.  

Werden strenge Formen mit exakten Kanten gearbeitet, sollte der Ton antrocknen, bis er lederhart geworden ist.  

Die Einzelteile und Kanten werden angeraut und mittels Tonschlicker miteinander verbunden. Für zusätzliche Stabilität in Ecken sorgt dabei eine dünne Tonwulst an der Innenseite.   

 

Wann kann der Schrühbrand erfolgen? 

Grundsätzlich kann der erste Brand erst dann erfolgen, wenn das Werkstück vollständig durchgetrocknet ist. Da der Ton jedoch langsam trocknen muss, dauert die Trocknungszeit bei kleinen Werkstücken etwa eine, bei größeren Werkstücken rund zwei Wochen lang.  

Der Schrühbrand erfolgt bei 900°C, danach kann das Werkstück bemalt oder glasiert werden. Zum Glasieren eignen sich am Anfang gebrauchsfertige Streichglasuren am besten. Daneben können die Tonarbeiten aber auch mit Keramikdekorfarben bemalt werden, deren Aussehen und Verarbeitung der von Wasserfarben entspricht, und anschließend mit einer farblosen Glasur überzogen werden.  

Wichtig beim Glasieren ist jedoch, die Stellflächen der Werkstücke vollständig auszusparen, da die Werkstücke ansonsten im Brennofen anbacken würden. Nach dem Bemalen und Glasieren erfolgt dann der zweite und abschließende Brand, der auch als Glasurbrand bezeichnet wird.

 

Weiterführende Tipps und Anleitungen zum Töpfern: 

Thema: Die wichtigsten Fragen rund ums Töpfern,
von der richtigen Tonkonsistenz bis zum Glasieren
 

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