Reiseziel – Töpferkunst auf Ko Kret

Reiseziel-Tipp für Töpferfans:

Töpferkunst auf der thailändischen Flussinsel Ko Kret  

Wer gerne töpfert, ist natürlich nicht nur stolz auf seine Kunstwerke, sondern immer auch auf der Suche nach neuen Anregungen und Ideen. Dazu werden Bücher und Zeitschriften studiert, das Internet nach Anleitungen durchsucht, Kunsthandwerkermärkte und Ausstellungen besucht oder an dem einen oder anderen Töpferkurs teilgenommen.

 

Eine andere, wenn auch etwas exotischere Möglichkeit ist, den nächsten Urlaub in Thailand zu verbringen und in diesem Zuge die Flussinsel Ko Kret zu besuchen. 

Ko Kret ist ein echter Reiseziel-Tipp für alle Töpferfans, denn die kleine, beschauliche Insel ist bekannt für ihre einzigartige Töpferkunst.  

 

 

Wo liegt Ko Kret?

 

Die kleine Insel der Bauern und Töpfer liegt etwa 25km nördlich von Bangkok im Fluss Chao Phraya. Entstanden ist die Insel, als vor über 200 Jahren ein Kanal als Verbindung mit einer weiten Schleife des Flusses gebaut wurde. Bis dahin war das heutige Ko Kret ein Landzipfel des Festlandes und entwickelte sich erst nach dem Bau des Kanals und infolge der natürlichen Veränderungen der Ufer zu einer richtigen Flussinsel. Beteiligt am Bau des Kanals waren die Mon, die bis heute die Insel bewohnen.

 

Die Mon sind eine ethnische Volksgruppe, die vor vielen Jahrhunderten die Region, die dem heutigen Zentralthailand entspricht, bewohnte. Heute leben die Mon vor allem in Burma. Auf Ko Kret haben sich die Mon aber ihre kulturelle Identität stärker bewahrt als an anderen Orten und auch die alten Traditionen und Handwerkskünste leben hier weiter.

 

So haben die Mon beispielsweise eine eigene Sprache und benutzen eine eigene Schrift, auch wenn diese vor allem die älteren Menschen verwenden. Berühmt sind die Mon für ihre Töpferei und wer auf die Insel kommt, wird überall auf Töpfermeister treffen und ihnen über die Schulter schauen können.  

 

 

 

Was gibt es auf Ko Kret zu sehen?

 

Wer auf die beschauliche Insel kommt, die gerade einmal halb so groß ist wie das historische Zentrum von Bangkok und etwa 7000 Bewohner zählt, wird das Gefühl haben, die Zeit sei hier stehen geblieben. Angesichts der ländlichen Idylle mit Palmen, Obst- und Gemüsegärten, Sumpf- und Reisfeldern und der Tatsache, dass es hier weder nennenswerte Straßen noch Autos gibt, ist nur schwer vorstellbar, dass die pulsierende, moderne Metropole Bangkok nicht mal eine Bootsstunde entfernt liegt.

 

Für Töpferfans ist vor allem Pottery Village ein Muss, denn hier können sie miterleben, wie aus den roten Lehmklumpen unterschiedlichste Tongefäße und Töpferwaren entstehen. Charakteristisch für die Töpferarbeiten sind dabei die Linien und Muster, die in die Oberflächen eingekerbt werden. Gebrannt werden die Töpferwaren dann in einem traditionellen Brennofen, der auch als Schildkröten-Ofen bezeichnet wird.

 

Die Töpferfans können die Töpferwaren aber natürlich nicht nur anschauen, sondern auch kaufen und die Angebotspalette reicht von einfachen Töpferwaren für ein paar Cent bis hin zu regelrechten Kunstwerken für mehrere tausend Euro. Einen Beitrag dazu, dass die Töpferkunst der Mon bis heute erhalten geblieben ist und vielen Bewohnern den Lebensunterhalt sichert, hat die thailändische Regierung geleistet. Sie hat vor einigen Jahren ein Förderprogramm ins Leben gerufen, durch das der Tourismus auf der Insel gefördert wird.

 

Die Töpferkunst beschränkt sich jedoch nicht nur auf Pottery Village, sondern über die ganze Insel verteilt finden sich größere und kleinere Töpferbetriebe. Ebenfalls sehenswert ist Wat Poramai Yikawat, das auch Wat Mon genannt wird. Das Kloster liegt in der Nähe des Piers, ist das größte und älteste Kloster der Insel und zeichnet sich neben filigran gearbeiteten Fenstern und Türen durch eine Buddha-Statue aus Marmor aus.

 

Am Pier selbst warten zahlreiche Geschäfte und Imbisstuben auf ihre Besucher. Dabei ist es auf Ko Kret möglich, viele traditionelle thailändische Gerichte und vor allem Desserts zu probieren. In vielen kleinen Familienbetrieben werden die Speisen nämlich noch genauso zubereitet wie einst.    

 

 

 

Wann sollte der Ausflug stattfinden?

 

Ob der Besuch unter der Woche oder am Wochenende stattfindet, ist Geschmacksache. Am Wochenende ist viel los, denn dann kommen neben Touristen auch viele Bewohner Bangkoks, die sich ausruhen und erholen möchten, auf die Insel.

 

Vor allem am Pier kann es dann recht voll werden, dafür haben aber auch alle Geschäfte und Restaurants geöffnet. Unter der Woche ist es deutlich ruhiger, so dass die Insel bequemer per Miet-Fahrrad oder -Moped erkundet werden kann. Allerdings bleiben viele Geschäfte an Werktagen geschlossen.  

 

 

 

Wie ist Ko Kret zu erreichen?

 

Ko Kret ist von Bangkok aus mit Expressbooten den ganzen Tag über zu erreichen. Die Fahrten beginnen beispielsweise am Oriental- oder dem Tha Chang-Pier beim Grand Palace.

 

Einige Boote fahren direkt nach Pak Kret, bei anderen Booten muss in Nonthaburi umgestiegen werden. Etwa 300 Meter südlich vom Pier in Pak Kret befindet sich das Kloster Wat Sanam Nua und hier ist auch die Anlegestelle von den Fährbooten nach Ko Kret.

 

 

 

Hier eine Video-Dokumentation zu Töpferarbeiten auf Ko Kret:

 

 

 

Weiterführende Töpferanleitungen und Töpfertechniken:

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Töpferkunst auf der thailändischen Flussinsel Ko Kret 
 

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