Anleitung für einen selbstgemachten Anti-Stress-Ball

Anleitung für einen selbstgemachten Anti-Stress-Ball

Das Töpfern ist nicht nur ein kreatives Handwerk, sondern wirkt sich auch positiv auf die Psyche und die Motorik aus. Ist gerade kein Ton zur Hand, kann ein Knetball eine gute Alternative sein.

Beim Töpfern entstehen nicht nur die verschiedensten Gegenstände. Das Arbeiten mit dem weichen Ton, der sich mit den Händen kneten, rollen und anderweitig formen lässt, hat noch einen anderen Effekt.

So wirkt das Kneten einerseits beruhigend und hilft dabei, Stress oder Aggressionen abzubauen. Andererseits wird durch das Formen des weichen Materials die Feinmotorik geschult. Aus diesem Grund wird das Töpfern gerne zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Dabei wird mit Kindern genauso getöpfert wie mit stressgeplagten oder kranken Erwachsenen und Senioren.

In Alltagssituationen kann die wohltuende Wirkung des Töpferns aber in aller Regel nicht genutzt werden. Denn schließlich ist es kaum möglich, am Arbeitsplatz oder in der Schule einfach alles zur Seite zu räumen, seinen Ton hervorzuholen und sich ans Töpfern zu machen, um sich auf diese Weise einer belastenden Situation zu entziehen.

Also muss eine Alternative her. Und diese Alternative kann ein Anti-Stress-Ball sein. Der kleine praktische Helfer lässt sich genauso kneten und knautschen wie Ton, passt aber locker in die Jackentasche und ist immer und überall einsatzbereit. Im Handel gibt es Anti-Stress-Bälle, die auch Knetbälle oder Wutbälle genannt werden, fertig zu kaufen. Genauso lassen sich die Bälle aber auch selbst anfertigen. Dafür werden nur wenige Materialien benötigt, die meist ohnehin im Haushalt vorhanden sind. Und wie es geht, erklärt die folgende Anleitung.

 

Die Materialien für einen selbstgemachten Anti-Stress-Ball

  • 2 Luftballons
  • Mehl und runde Reiskörner oder Sand
  • kleine Schüssel und Trichter oder leere Plastikflasche
  • Schere
  • wasserfester Stift nach Wunsch

Grundsätzlich wäre es möglich, den Anti-Stress-Ball nur mit Sand zu befüllen. Allerdings ist Sand ziemlich rau. Durch die Reibung würde der Luftballon als Hülle deshalb recht schnell kaputtgehen. Gleiches gilt für spitze Reiskörner. Deshalb ist es besser, den Luftballon mit einer Mischung aus Mehl und Sand oder aus Mehl und runden Reiskörnern zu füllen. Der Anti-Stress-Ball wird dadurch mittelfest und hält deutlich länger.

 

Die Anleitung für einen selbstgemachten Anti-Stress-Ball

  1. Schritt: die Füllung in den Ballon füllen

Als erstes wird die Füllung für den Anti-Stress-Ball zusammengemischt und anschließend in einen der beiden Luftballons eingefüllt. Dabei werden für einen Anti-Stress-Ball, der knapp faustgroß ist, ungefähr 200 Milliliter Füllung benötigt. Um die Füllung anzumischen und in den Luftballon zu füllen, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Das Mehl und der Sand oder der Rundkornreis werden in eine kleine Schüssel gegeben und durchgemischt. Anschließend wird ein Luftballon genommen und ein wenig aufgeblasen. Dann wird ein Trichter in den Luftballon gesteckt. Dabei sollte der Luftballon aber in der Hand gehalten werden, damit die Spitze des Trichters kein Loch im Luftballon hinterlässt. Über den Trichter kann die Füllung eingefüllt werden.
  • Eine leere Plastikflasche kann mit Mehl und Sand oder Rundreiskörnern befüllt werden. Durch leichtes Schütteln vermischen sich die beiden Komponenten miteinander. Nun wird der Luftballon aufgeblasen und über den Flaschenhals gestülpt. Wenn die Plastikflasche jetzt umgekippt wird, fällt die Füllung in den Luftballon.

Wichtig beim Befüllen des Ballons ist aber in beiden Fällen, darauf zu achten, dass möglichst keine Luft entweicht. Denn andernfalls wird das Mehl mit herausgeschleudert.

  1. Schritt: die Füllmenge kontrollieren

Ist die Füllung im Ballon, sollte er mit einer Hand probeweise einmal durchgeknetet werden. So lässt sich gut ermitteln, ob die eingefüllte Menge ausreicht oder ob noch etwas mehr Füllung in den Ballon muss.

Passt die Menge, wird der Trichter oder die Plastikflasche langsam entfernt. Die Ballonöffnung wird währenddessen weiterhin zugehalten. Nun kann die Öffnung ganz wenig geöffnet werden, damit die restliche Luft im Ballon entweichen kann. Die Luft muss aber wirklich ganz langsam entweichen können. Geht es zu schnell, fliegt das Mehl aus dem Ballon und der komplette Arbeitsbereich ist eingestaubt. Ist die Luft draußen, wird der Ballon am Hals gut zugeknotet.

 

  1. Schritt: den Anti-Stress-Ball fertig stellen

Nachdem der Luftballon sicher zugeknotet ist, kann das überschüssige Ende mit der Schere abgeschnitten werden. Dadurch sieht der Anti-Stress-Ball hübscher aus und fühlt sich beim Kneten besser an.

Damit der Anti-Stress-Ball mehr Stabilität bekommt und länger hält, wird nun noch der zweite Luftballon darüber gestülpt. Dafür wird beim zweiten Luftballon mit der Schere der Hals abgeschnitten. Der Knetball wird so hingestellt, dass der Knoten nach oben zeigt. Anschließend wird der zweite Luftballon ein wenig auseinandergezogen und über den Anti-Stress-Ball gestülpt. Der Knoten verschwindet dadurch unter dem zweiten Luftballon.

Wer mag, kann seinem Anti-Stress-Ball jetzt noch ein Gesicht geben. Dazu sollte ein wasserfester Stift verwendet werden. Denn der Anti-Stress-Ball soll beim Kneten ja nicht abfärben. Damit ist der selbstgemachte Knetball auch schon fertig!

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