Anleitung: Kleine Kraniche töpfern

Anleitung: Kleine Kraniche töpfern

Aus Papier gefaltete Kraniche dürfte fast jeder schon einmal gesehen haben. Schließlich gehören sie zu den klassischen Figuren im Origami. Und eigentlich ist das Falten der Papier-Kraniche auch gar nicht so schwer.

Anleitung Kleine Kraniche töpfern

Wenn aber mehrere Figuren entstehen sollten, kann das Falten schnell zur Geduldsprobe werden. Als weiterer Nachteil kommt dazu, dass Papier nicht sehr haltbar ist. So sind die Papierfiguren für draußen zum Beispiel nicht geeignet.

Als schöne Alternative töpfern wir deshalb die kleinen Kraniche. Aus Ton sind die hübschen Vögel nämlich auch in größerer Stückzahl schnell gemacht. Mit etwas Lack werden sie zudem wetterfest.

So können die Ton-Kraniche dann für eine Deko im Asia-Style, als niedliche Pflanzenstecker oder als Anhänger für Zweige in der Bodenvase verwendet werden. Auch als Mobile machen sich die Vögel prima.

Hier ist also die Anleitung!:

Die Materialliste für die Kraniche

  • lufttrocknender Ton
  • Nudelholz
  • Messer
  • Lineal
  • Glas, Flasche oder ähnlicher Gegenstand als Gerüst beim Trocknen
  • Zahnstocher, Stricknadel oder ähnlicher Gegenstand und Kordel für Anhänger
  • Schaschlikspieße oder Drahtstäbe für Stecker
  • wetterfester Klebstoff
  • feines Schleifpapier
  • wetterfester Lack, farbig oder transparent
  • Karton, Schere und Bleistift für die Schablone

Kleine Kraniche töpfern – die Anleitung

Lufttrocknender Ton ist für die Kraniche sehr gut geeignet. Denn er lässt sich genauso verarbeiten wie herkömmlicher Ton. Der große Vorteil ist aber, dass er nicht gebrannt werden muss, sondern an der Luft aushärtet.

Allerdings ist der Ton nur in Weiß und Grau erhältlich. Wer seine Kraniche bunt haben möchte, muss sie deshalb bemalen oder lackieren. Sollen die Vögel draußen dekoriert werden, ist aber so oder so eine Schutzschicht aus Lack notwendig.

Doch der Reihe nach!

  1. Schritt: die Schablone erstellen

Zuerst werden Schablonen angefertigt. Damit kann der Ton später schnell und einfach zugeschnitten werden. Für die Schablonen werden die Grundformen der Kraniche auf ein Stück festeren Karton gezeichnet.

Dabei setzt sich eine Figur aus dem Körper und zwei Flügeln zusammen. Die Flügel sorgen nicht nur für eine schönere Optik, sondern vergrößern gleichzeitig die Standfläche. Dadurch können die Kraniche auch stehen.

Für die Formen finden sich im Internet zahlreiche Vorlagen, wobei gefaltete Origami-Kraniche als Vorbilder dienen. Aber natürlich müssen diese Vorlagen nicht exakt übernommen werden. Wer möchte, kann sie etwas abwandeln oder komplett frei gestalten.

Wir haben ebenfalls Vorlagen für zwei
verschiedene Kraniche vorbereitet:

[Kraniche]

Kraniche töpfern

Sie sind die einzelnen Formen auf den Pappkarton übertragen, werden sie mit der Schere ausgeschnitten.

  1. Schritt: die Einzelteile aus Ton ausschneiden

Nun wird ein Stück Ton genommen und einmal gut durchgeknetet. Durch das Kneten wird der Ton geschmeidiger und mögliche Luftbläschen entweichen. Anschließend wird der Ton zu einer etwa 0,5 cm dicken Platte ausgerollt.

Die Schablonen werden jetzt auf den Ton gelegt. Mit einem scharfen Messer können die Formen dann ausgeschnitten werden. Dabei werden für jeden Kranich ein Körper und zwei Flügel benötigt.

  1. Schritt: die Tonteile formen

Neben den Formen sind Falzlinien für Origami-Kraniche typisch. Um diese Falzlinien zu imitieren, werden mit einem dünnen Lineal Linien in den Ton gedrückt. Auf unserer Grafik sind die angedeuteten Falzlinien als dünne Striche dargestellt. Gearbeitet werden die Linien beidseitig, also sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite.

Beim fliegenden Kranich werden die Flügel gebogen, damit sie später waagerecht vom Körper wegzeigen. Dazu wird der untere Teil der Flügel vorsichtig nach oben gebogen. Auch dafür ist das Lineal ein gutes Hilfsmittel.

Das Lineal kann nämlich auf den Ton gelegt und der Ton dann an der Linealkante entlang nach oben gezogen werden. Sind die Flügel geformt, werden sie mit der Spitze nach oben an einen Gegenstand wie ein Glas, eine Flasche, einen Becher oder eine Vase angelehnt. Der Gegenstand dient als Stütze und sorgt dafür, dass die Flügel beim Trocknen ihre Form behalten.

Sind die Kraniche als Anhänger gedacht, wird mit einem spitzen Gegenstand wie einem Schaschlikspieß oder einer Stricknadel ein Loch durch den Ton gebohrt. Wichtig dabei ist, dass das Loch komplett durch den Ton durchgeht.

Andernfalls lässt sich später kein Faden durchfädeln. Sollen die Kraniche zu Steckern werden, wird in die Unterkante vom Körper vorsichtig ein Loch eingearbeitet.

Die Tonteile müssen jetzt trocknen. Je nach Dicke und Größe der Tonteile dauert das ungefähr 24 bis 36 Stunden. 

  1. Schritt: die Kraniche zusammensetzen und lackieren

Sollten nach dem Trocknen kleine Unebenheiten vorhanden sein, können sie mit feinem Schleifpapier abgeschmirgelt werden. Anschließend werden die Flügel an die Körper geklebt. Für den Innenbereich kann dafür Heißkleber verwendet werden.

Sollen die Kraniche draußen dekoriert werden, sollte es ein wetterfester Klebstoff sein. Denn Heißkleber würde bei größeren Temperaturschwankungen nicht halten.

Für den Innenbereich kann der Ton so bleiben, wie er ist. Wer möchte, kann die Kraniche aber auch mit Acrylfarben bemalen oder mit einem transparenten Lack überziehen. So bekommt der Ton eine leicht glänzende Oberfläche und die Vögel können besser entstaubt werden.

Für den Außenbereich brauchen die Kraniche auf jeden Fall eine wetterfeste Lackierung. Denn selbsthärtender Ton ist nicht wetterfest. Der Schutzlack kann farbig oder transparent sein. Auch die Farbe muss wieder trocknen.

  1. Schritt: die Kraniche fertig stellen

Ist der Lack trocknen, wird für die Anhänger je ein Stück Schnur abgeschnitten, durch das Loch gefädelt und gut verknotet. Die Stecker werden auf Holz- oder Drahtstäbe gesteckt.

Damit die Stäbe gut halten, sollten sie mit etwas Klebstoff fixiert werden. Damit sind die getöpferten Kraniche fertig und können dekoriert werden!

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Redaktion

Inhaber bei Internetmedien Ferya Gülcan
Maike Wetzold, geboren 1969, Lehrerin für das Unterrichtsfach Werken, sowie Tobias Naue, Baujahr 1974, (Keramikmeister), sowie Ferya Gülcan, Betreiberin und Redakteurin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes zum Thema Töpfern, Ton und Keramik. Anleitungen, Übungen , Vorlagen und Fachwissen für Groß und Klein, sowie für Schule und Hobby.
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