Anleitung: Mini-Bilderrahmen gießen

Anleitung: Mini-Bilderrahmen gießen

Ob als kleines, persönliches Geschenk zur Taufe oder Hochzeit, als Mitgebsel bei einem Geburtstag oder für die eigene Deko: Mini-Bilderrahmen sind sehr vielseitig einsetzbar. Und selbst gegossen, sind die kleinen Rahmen mit einer charmant-rustikalen Noten echte Unikate.

Anleitung Mini-Bilderrahmen gießen

Natürlich wäre es auch möglich, die Rahmen aus Ton zu formen oder zu gießen. Allerdings muss Ton gebrannt werden. Wir arbeiten deshalb mit anderen Materialien, nämlich zum einen mit Salzteig und zum anderen mit Gips.

Hier die ausführliche Anleitung!:

Mini-Bilderrahmen gießen – die Materialien

  • Mehl, Salz und Wasser für den Salzteig

  • Gips-Gießpulver und Plastikschale

  • Löffel

  • Reststück von einer Holzleiste

  • Zange, Messer und Bürste

  • Backpapier und Nudelholz

  • Acrylfarbe und Borstenpinsel nach Wunsch

  • Pappkarton oder dünne Holzplatten als Rückwände

Gips-Gießpulver ist sowohl im Baumarkt als auch im Bastelbedarf erhältlich. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Gießmassen liegt in der Körnung.

Gießgips für Bastelarbeiten ist feiner. Für die Bilderrahmen kann aber ruhig auch der günstigere Gips aus dem Baumarkt oder sogar ein Rest, der noch vom letzten Renovieren übrig ist, verwendet werden. Denn gerade die rauere Oberfläche der Bilderrahmen macht ihren besonderen Charme aus.

Mini-Bilderrahmen gießen – die Anleitung

Für die Bilderrahmen werden Gießformen benötigt. Sie werden aus Salzteig hergestellt. Denn Salzteig eignet sich durch seine weiche und formbare Konsistenz ideal als sogenanntes Abform-Medium.

Dabei kann der Salzteig mehrfach verwendet werden. Es wird also kein Material verschwendet! Wie der Salzteig am besten aufbewahrt wird, erklären wir später noch.

Aber fangen wir erst einmal an!:

  1. Schritt: den Salzteig herstellen und ausrollen

Als erstes wird der Salzteig hergestellt. Dafür werden zwei Teile Mehl, ein Teil Salz und ein Teil Wasser in eine Schüssel gegeben. Anschließend werden die drei Zutaten miteinander verknetet, bis ein griffiger Teig entstanden ist.

Der Salzteig wird nun auf ein Stück Backpapier gegeben und ausgebreitet. Das kann mit den Händen oder mit dem Nudelholz erfolgen. Dabei ist es aber nicht notwendig, präzise zu arbeiten und den Teig gleichmäßig auszurollen.

Denn wenn gleich die Formen für die Bilderrahmen in den Teig gedrückt werden, verändert er sich sowieso noch. Wichtig ist nur, den Teig nicht zu dünn auszubreiten. Er sollte etwa einen Zentimeter dicker sein als die gewünschte Rahmenstärke. Ist er zu dünn, trocknet er zu schnell ein.

  1. Schritt: die Bilderrahmen modellieren

Nun kommt die Holzleiste zum Einsatz. Ihre Kante wird in den Salzteig gedrückt, um so die Grundform des Bilderrahmens zu modellieren. Dabei kann der Bilderrahmen rechteckig oder quadratisch gestaltet werden.

Ist das erste Viereck in den Salzteig gedrückt und ist noch genug Platz auf der Salzteigplatte, können daneben ein oder mehrere weitere Bilderrahmen modelliert werden.

Tipp:

Sollte der Salzteig an der Holzleiste kleben bleiben, kann das Holz mit etwas Mehl bestäubt werden.

Wer möchte, kann die Bilderrahmen so lassen, wie sie jetzt sind. Sehr schön sieht es aber auch aus, wenn die Rahmen Verzierungen bekommen. Dafür können zum Beispiel mit einem Messer Linien oder Kreuze eingeritzt werden.

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Mit einem Pinselstiel wiederum lässt sich ein Punkte-Muster in den Salzteig drücken. Kleine Wölbungen erhält der Rahmen, wenn mit einem Wattestäbchen gearbeitet wird. Wer kleine, schmale Stempel hat, die in den Rahmen passen, kann sie natürlich ebenfalls verwenden.

Genauso ist möglich, Namen, andere Wörter oder Jahreszahlen in den Bilderrahmen zu schreiben. Hierbei nur daran denken, dass die Schrift spiegelverkehrt sein muss.

  1. Schritt: die Gipsmasse einfüllen

Da Gips recht schnell anzieht, wird er erst jetzt angerührt. Andernfalls wäre die Masse möglicherweise schon hart, bis die Bilderrahmen modelliert sind.

Für die Gießmasse wird der Gips mit Wasser verrührt. Das Mischungsverhältnis ist auf der Verpackung angegeben. Die Masse sollte fließfähig und vor allem klumpenfrei sein.

Dann wird die Masse mit dem Esslöffel portionsweise in die vorbereiteten Formen eingefüllt. Ist ein Bilderrahmen komplett befüllt, ist es ratsam, den Gips mit dem Löffel noch einmal vorsichtig glattzustreichen, ähnlich wie bei Kuchen.

Die Rückseite des Bilderrahmens sollte nämlich einigermaßen gerade sein. So werden nach und nach alle Bilderrahmen-Formen befüllt. Dann muss der Gips aushärten.

Tipp:

Gut ist, einen kleinen Rest Gips im Rührgefäß übrig zu lassen. Ist der Gips darin hart geworden, haben auch die Bilderrahmen soweit angezogen, dass sie herausgelöst werden können.

  1. Schritt: die Bilderrahmen abnehmen

Je nachdem, wie groß und dick die Bilderrahmen sind, können sie nach etwa 30 bis 60 Minuten aus dem Salzteig herausgenommen werden. Am besten ist, einfach nachzuschauen, ob der Gips schon fest ist.

Ist dem so, wird der Salzteig Stück und für Stück weggezogen, bis der Rahmen abgenommen werden kann. Allzu lange sollte übrigens nicht gewartet werden, sonst wird der Salzteig hart. So wird verfahren, bis alle Bilderrahmen aus dem Salzteig herausgelöst sind.

Zum Salzteig:

Der Salzteig kann jetzt noch einmal durchgeknetet und wieder ausgerollt werden, um weitere Bilderrahmen herzustellen. Kleine Gipsreste im Teig machen nichts. Eine andere Möglichkeit ist, den Salzteig in eine Aufbewahrungsdose zu geben oder in Frischhaltefolie einzuwickeln und im Kühlschrank zu lagern.

Dort hält er sich eine ganze Weile. Wer den Salzteig noch länger haltbar machen möchte, kann sich in der Apotheke Alaun besorgen und in den Teig einkneten.

Alaun ist ein natürliches Konservierungsmittel. Und wenn irgendwann genug Bilderrahmen vorhanden sind, kann der Salzteig selbst zu einem hübschen Gegenstand verarbeitet werden.

  1. Schritt: die Bilderrahmen bearbeiten

Sind alle Bilderrahmen ausgelöst, geht es an den Feinschliff. Überstehende Kanten an den Rändern können mit einer Zange abgeknipst oder mit einem Messer abgekratzt werden. Ganz gleichmäßig werden die Kanten sicher nicht. Aber der rustikale Look ist durchaus beabsichtigt.

Wer möchte, kann jetzt etwas Acrylfarbe nehmen und mit einem breiten Borstenpinsel einmal grob über den Rahmen streichen. So kommen die Strukturen und Muster noch besser zum Vorschein. Dann müssen die Bilderrahmen komplett durchtrocknen.

Fotos können direkt mit doppelseitigem Klebeband auf der Rückseite fixiert werden. Eine andere Möglichkeit ist, kleine Rückwände aus Pappkarton oder Holz zuzuschneiden und die Bilderrahmen damit auszustatten. Damit sind die selbstgemachten Bilderrahmen fertig!

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