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Anleitung für kleine Räuchergeister

 

Ein schöner Duft in der Wohnung ist sehr angenehm. Aber auch auf dem Balkon oder der Terrasse kann der richtige Duft für ein schönes Ambiente sorgen und nebenbei Insekten und andere unerwünschte Plagegeister vertreiben.

Allerdings kann sich nicht jeder mit Raumdüften oder Duftkerzen anfreunden, während Räucherstäbchen den Nachteil haben, dass die Asche gerne neben den Halter fällt und sich durch den Wind verteilt. Eine witzige Alternative stellt die folgende Anleitung vor.

Hierbei geht es um kleine Räuchergeister. Sie bringen einen Untersetzer mit, auf den ein Räucherkegel gestellt werden kann. Dadurch verbleibt die Asche in dem Räuchergeist. Gleichzeitig ist mit den Räuchergeistern eine hübsche Deko vorhanden.

 

Die Materialien für die kleinen Räuchergeister:

  • ·         Ton
  • ·         Nudelholz
  • ·         Messer und Gabel
  • ·         Modellierholz
  • ·         ein kleines Schälchen mit Wasser
  • ·         Kegel aus Styropor, Alufolie, Papprolle, Draht oder Schaschlikstäbe für das Gerüst
  • ·         Glasur oder Acrylfarbe

 

Die Anleitung für kleine Räuchergeister

Die kleinen Räuchergeister sind nicht nur eine hübsche Deko. Wenn ein Räucherkegel im Inneren der Figuren angezündet wird, sorgen die Räuchergeister auch für einen angenehmen Duft. Da der Rauch aus den Geistern heraustritt und sie umhüllt, ergibt sich außerdem eine fast schon geheimnisvolle Optik.

Angefertigt werden die kleinen Räuchergeister wie folgt:

 

1. Schritt: das Grundgerüst anfertigen

Als erstes wird ein Grundgerüst für die Räuchergeister angefertigt. Im Bastelbedarf sind Styroporkegel erhältlich, die sich ideal eignen. Das kegelförmige Grundgerüst lässt sich aber auch selbst herstellen. Dies kann mit Alufolie erfolgen, die zusammengeknüllt und entsprechend geformt wird. Eine andere Möglichkeit ist, eine Stechmasse zu nehmen und in die Masse einen Kreis aus Drähten oder Schaschlikspießen zu stecken. Die Drähte oder Hölzer werden anschließend oben zusammengenommen und mit etwas Schnur oder Klebeband fixiert. Die einfachste Variante wiederum ist eine schlichte Papprolle. Sie sollte allerdings mit Klarsichtfolie umwickelt werden. 

 

2. Schritt: die Geister formen

Nun beginnt das Töpfern. Dafür wird ein Stück Ton abgeschnitten und gut durchgeknetet. Das Durchkneten ist wichtig, damit der Ton geschmeidig wird und eventuelle Luftbläschen entweichen können. Dann wird der Ton zu einer etwa 1,5 cm dicken Platte ausgerollt. Die Platte muss so groß sein, dass sie bequem um das Grundgerüst gelegt werden kann.

Dann wird das Grundgerüst mit der Tonplatte ummantelt. Da das Grundgerüst kegelförmig ist, werden sich die beiden Seitenkanten der Platte nach oben hin immer mehr überlappen. Damit hier später eine glatte Fläche entsteht, wird wie folgt gearbeitet:

Zuerst wird die Tonplatte ganz normal über das Grundgerüst gelegt. Nachdem die Tonplatte positioniert ist, wird der überschüssige Ton mit einem sauberen, durchgehenden Schnitt entfernt. Anschließend wird die Nahtstelle mit einer Gabel leicht angeraut. Dann wird ein wenig Ton mit Wasser zu einem Brei vermischt. Dieser Tonbrei nennt sich Tonschlicker und dient beim Töpfern als Klebstoff und Glättmaterial.

Mit dem Tonschlicker wird die aufgeraute Nahtstelle benetzt. Danach wird der Tonschlicker am besten mit den Fingern oder mit einem Modellierholz vorsichtig verstrichen, bis eine glatte Fläche entstanden ist.

Damit aus dem Tonkegel ein kleiner Räuchergeist wird, wird nun zuerst die Spitze leicht zusammengedrückt und dann wie eine Art Zipfelmütze etwas zu einer Seite oder nach hinten gebogen. Für die Augen werden zwei Löcher eingestochen.

Durch diese beiden Löcher wird später der Rauch heraustreten. Die Augenbrauen, die Nase und der Mund werden mit dem Modellierholz in den Ton eingeritzt. Wer möchte, kann den Kegel etwas oberhalb der Mitte ein wenig zusammendrücken. Dadurch erhält der Geist einen Kopf und einen Körper.

Nun fehlt noch ein Untersetzer, auf dem später der Räucherkegel stehen wird. Für den Untersetzer wird noch einmal ein Stück Ton zu einer Platte ausgerollt. Aus dieser Platte wird dann ein runder Teller ausgeschnitten. Der Teller kann einen etwas größeren Durchmesser haben als die Unterseite des Geistes. Dadurch kann der Geist auf den Teller gestellt werden und der Teller bildet den unteren Abschluss der Figur. Möglich ist aber auch, den Teller so klein zu arbeiten, dass er in den Geist passt.

Ist ein Geist fertig geformt, wird er vorsichtig vom Grundgerüst abgenommen. Wer möchte, kann nun noch weitere Geister töpfern und sie später zu einer Gruppe zusammenstellen. Die fertigen Tonarbeiten müssen nun, je nach Größe, ungefähr zwei Wochen lang trocknen. 

[Grafik: Tongeister]

tongeister-raeuchergeister

 

3. Schritt: die Geister brennen und bemalen

Wenn die Tongeister und Untersetzer lederhart getrocknet sind, werden sie gebrannt. Anschließend können sie weiß glasiert werden. Wird eine Glasur verwendet, folgt danach ein zweiter Brand. Wer sich den zweiten Brand sparen möchte, kann seine Räuchergeister mit Acrylfarbe bemalen. Nach dem Trocknen sind die Räuchergeister fertig und bereit für ihren ersten Einsatz.

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