Töpferei Bochum

Töpferei in Bochum

Das Ruhrgebiet hat, so wie viele andere deutsche Regionen auch, seine eigene Töpfertradition. Sie steht im Zeichen der rheinischen Keramik, deren Verbreitungsgebiet vom nördlichen Rheinland-Pfalz bis an die niederländische Grenze des Landes Nordrhein-Westfalen reicht.

 

Die meisten Töpfereien befanden und befinden sich direkt am Rhein, aber auch die traditionelle Töpferei Bochum gibt es schon lange.

 

Rheinische Keramik 

 

Wer allerdings nicht auf der Suche nach einer Töpferei in Bochum ist, sondern vielmehr Ideen und Anregungen in Anlehnung an die rheinische Keramik sucht, der kann sich auch selbst recht einfach Geschirr und andere Küchenutensilien töpfern, wie sie für die Keramik in NRW typisch sind.

 

Einen elegant geformten Teller kann man zum Beispiel mit der Hilfe dieser Anleitung auf der Töpferscheibe herstellen:

 

 

Für den Teller verwendet man graue Drehmasse. Flache Gefäße, wie Teller oder Schalen, stellt man auf der Scheibe am einfachsten durch Überdrehen her.

 

Dabei handelt es sich um eine Töpfertechnik, bei der eine Tonplatte auf eine Gipsform gelegt wird, die sich dann auf der Scheibe dreht.

 

Die Töpferscheibe muss, um diese Technik anwenden zu können, über einen Schwenkarm verfügen, an dem eine Schablone für das Formen eines Tellers befestigt ist. Die Schablone wird abgesenkt und entfernt überflüssigen Ton von der Gipsform, so dass ein flacher und akkurat geformter Teller entsteht.

 

Zunächst wird die elastische Tonplatte, die man zuvor ausgerollt hat, auf die Gipsform gedrückt. Dann lässt man die Töpferscheibe kreisen und drückt dabei den Ton fest an die Gipsform, die auch als Tassenaufsatz bezeichnet wird. Die Schablone am Schwenkarm wird dann vorsichtig abgesenkt, so dass sie einen Teller formt.

 

Der überflüssige Ton sammelt sich dabei an der Vorderseite der Schablone und kann später davon abgenommen werden.

 

Arbeit mit dem Schwenkarm

 

Wichtig bei der Arbeit mit dem Schwenkarm ist, dass dieser nicht zu tief eingestellt ist, denn sonst würde er zu viel Ton von der Gipsform abschaben.

 

Der Teil der Tonplatte, der nach dem Drehvorgang seitlich über den Rand hinaus geht, wird einfach mit einem Messer abgeschnitten.

 

Noch bevor der Teller von der Scheibe gelöst wird, kann seine Außenseite mit Engobe verziert werden. Eine graublaue Glasur passt dabei nicht nur sehr schön zu dem grauen Ton, sondern ist zeitgleich auch die traditionelle Variante.

 

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Thema: Töpferei Bochum 

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